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Die Entscheidung ist gefallen. 2019 wird mein Marathon-Jahr! Am 27. Oktober werde ich beim Mainova Frankfurt Marathon an den Start gehen und endlich 42195 Meter rennen. Eine große Zahl, vor der ich großen Respekt habe. Marathon! Uiuiui. Ich packe es an und nehme euch mit auf mein bisher größtes, sportliches Abenteuer.

Marathon? Jetzt wirklich? Kann ich Marathon? Kann mein Kopf Marathon? Meine Beine? Wo bekomme ich einen guten Plan her? Muss ich mit meinem Diabetes anders an einen Marathon rangehen als ein gesunder Läufer? Warum habe ich genau jetzt Schmerzen im Knie und in der Wade? Wie nehme ich vorher noch 8 Kilo ab? Wann fange ich an zu trainieren? Wie bekomme ich das intensive Marathon-Training in meinen Alltag integriert? Wie erkläre ich meinem Mann, dass der Sommerurlaub ins Wasser fällt? All diese Fragen schwirrten in meinem Kopf herum, nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte, dass ich das Projekt „Marathon“ in diesem Jahr wirklich in angriff nehme. Oha, ich bin nervös und habe Angstschweiß auf der Stirn. Auf viele der Fragen habe ich aber zum Glück schnell eine Antwort gefunden, andere geistern immer noch in meinem Kopf herum. Aber fangen wir von vorne an:

WARUM MARATHON?

Der Hauptgrund ist, dass ich läuferisch eine neue Herausforderung brauche. Meine Lieblingsdistanz sind 10 Kilometer. Easy. Halbmarathon schaffe ich auch problemlos ohne gezielt dafür zu trainieren. Der nächste Schritt? Richtig, Marathon. Soll ich ehrlich sein? Der große Respekt vor der Distanz ist da, Angst irgendwie auch… aber ich weiß, dass ich es schaffen werde. Ich glaube an mich und fühle mich gut und sicher, wenn ich meine Laufschuhe trage. Ich will einen Marathon laufen und ich bin davor überzeugt, dass ich dazu in der Lage bin. Am Ende ist wahrscheinlich eh Kopf entscheidend. Eigentlich bin ich ein Mensch, der oft an sich und seinen Zielen zweifelt und unsicher ist. Laufen ist mein Leben und am wohlsten fühle ich mich auf der Straße in meinen Laufschuhen. Ich werde die 42,195 Kilometer bezwingen.


DIE ENTSCHEIDUNG FÜR FRANKFURT UND GEGEN FLORENZ

Ganz lange hatte ich im Kopf, dass es eine super Idee ist, im November in Florenz meinen ersten Marathon zu laufen. Nachdem ich mit Läufern gesprochen hatte, die den Florenz-Marathon bereits gelaufen sind, war ich verunsichert. November in Norditalien, eine Stadt, die ich vorher noch nie besucht habe und eine komplizierte Anreise. Von Berlin aus gibt es keine direkten Flüge. Ich weiß, alles ein bisschen „Mimimi“. Aber als ich dann hörte, dass die Stimmung an der Strecke auch nicht überragend sein soll, habe ich mich umentschieden. Wenn ich schon Marathon laufe, dann lieber mit super Stimmung und ohne stressige Anreise. In Frankfurt habe ich außerdem die Möglichkeit mit ganz viel FrontRunner-Power zu laufen. Gemeinsam anreisen, im gleichen Hotel schlafen, sich gemeinsam warm machen, gemeinsam Frühstücken, gemeinsam starten, gemeinsam im Ziel ankommen. Klingt irgendwie besser. Was noch für Deutschlands Finanzmetropole spricht: meine Familie kann zum anfeuern an der Strecke dabei sein. In Florenz wäre ich ganz allein an den Start gegangen. Also Frankfurt! Die Vorbereitungszeit hat sich mit meiner Entscheidung um einen Monat verkürzt, aber das Gefühl ist sehr viel besser.

DAS „GO“ VOM ARZT

Bevor ich mit dem Trainingsplan loslege, ging es für mich zum Diabetologen. Ein Marathon und natürlich auch das dazugehörige Training fordert den Körper sehr. Die Belastung wird höher sein als in den vergangenen Jahren. Ich will mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung starten. Das „Go“ vom Arzt war mir super wichtig. Muss ich etwas beachten? Könnte es zu Schwierigkeiten kommen? Was hält mein Dia-Doc von meinem Marathon-Plan? Sind meine Schilddrüsenwerte endlich in Ordnung? Hier eine kurze Zusammenfassung vom Gespräch mit meinem Arzt.

„Vor mir sitzt eine junge, gesunde Frau, die das Laufen liebt. Laufen Sie einen Marathon! Ihre Blutwerte sind super. Sie laufen seit Jahren. Das Laufen hat ihnen geholfen, gesund zu werden. Machen Sie sich keine Gedanken. Sie packen das. Sie sind körperlich und auch mental sehr stark. Wenn ich bedenke, was sie alles schon geschafft haben. Laufen Sie diesen Marathon!“

Huch, da ist aber jemand überzeugt. Yes, danke! Wird erledigt.

MODY-DIABETES + HOHES TRAININGSPENSUM

Da ich kein Insulin spritze oder andere Medikamente nehme, muss ich Laut Diabetologe nichts anders machen als ein Nicht-Diabetiker. Außerdem fange ich nicht bei 0 an, sondern trainiere seit Jahren regelmäßig. Laut Arzt muss ich keine besonderen Untersuchungen machen um herauszufinden, ob ein Marathon für mich in Frage kommt. Auch wenn ich gern einen Leistungsdiagnostik-Check machen würde, sagt der Arzt: muss nicht sein! Jemand, der nicht regelmäßig läuft sollte sich jedoch durchchecken lassen und nicht einfach losrennen. Diabetiker, die Insulin spritzen sollten auch unbedingt Rücksprache mit dem Arzt halten. Da gibt es sicher etwas zu beachten.


RUNNERS CHECK BEIM PHYSIOTHERAPEUTEN

Dann kann es ja jetzt losgehen, dachte ich. Nein, denn da ist ja noch mein Problemknie. Also führte mich der Weg zu FrontRunner-Kollege Carsten. Beim Runners Check kam heraus, dass das linke Bein blockiert und kraftlos ist. Daher auch die ständigen Schmerzen im Knie und der Wade. Durch die magischen Physio-Hände wurde die Blockade super schnell gelöst und so kann ich auch endlich wieder schmerzfrei und mit voller Kraft laufen. Yes.


READY, SET, GO!

Den ganzen medizinischen Kram kann ich also schonmal abhaken. Jetzt kann es ja wirklich losgehen. Aber wie trainiert man denn richtig für einen Marathon? Wie komme ich an einen guten Trainingsplan? Wie integriere ich diesen in meinen Alltag? Ich werd’s euch erzählen. Im zweiten Teil zum Thema „Mein Weg zum Frankfurt Marathon 2019“ soll es um das Training gehen.

erstellt von
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Angeli Calamita

UX/UI Designer von Berlin

Altersklasse: W30

Verein: Asics FrontRunner Germany

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