TEILEN
Mit Kompressionstechnologie gegen Muskelermüdung

Wenn ich an Alster oder Elbe auf meinen Laufstrecken unterwegs bin, dann begegnen sie mir quasi ständig. Und dabei ist es egal, ob es sich um Mann oder Frau handelt: Sie sind eigentlich nicht mehr weg zu denken aus dem gut ausgestatteten Kleiderschrank von ambitionierten LäuferInnen. Ich selbst habe sicherlich ein halbes Dutzend, oder mehr... Wovon ist die Rede? Natürlich von Kompressionsstrümpfen. Kennt jeder, hat jeder und benutzt vermutlich so gut wie jeder. Ich erinnere mich noch, als ich vor etwa 9 Jahren mit dem Laufen begonnen habe, wurden diese Strümpfe und ihre TrägerInnen noch belächelt. Inzwischen steht es außer Frage, dass sie einen nicht zu unterschätzenden Nutzen haben. 

Warum also bei den Strümpfen halt machen, wenn die Kompressionswirkung so vorteilhaft für den Sportler ist? Eben! Das hat sich ASICS auch gedacht und eine Leg Balance Tight konzipiert, die durch ihre speziellen Einsätze Druck (Kompression) auf die Muskulatur ausübt. Dadurch wird die sogenannte Venenpumpe des Körpers unterstützt, weil der Rückfluss des Blutes zum Herz durch den Druck verbessert wird. Und was bringt das nun Läuferinnen und Läufern? Eigentlich ganz einfach: Die Kompression der Muskulatur wirkt einer Ermüdung entgegen, weil durch den verbesserten Bluttransport mehr Sauerstoff und damit auch mehr Energie zur Verfügung steht. Die Muskeln übersäuern weniger schnell und man ist länger leistungsfähig. Aber nicht nur während des Laufens profitiert man von diesem Vorgang, sondern auch hinterher. Die Regenerationszeit ist kürzer und der Leistungsverlust geringer. 

So viel zur Theorie! Klingt ja alles ganz toll - also rein in die Tight und los gelaufen. Aber halt! So einfach ist das gar nicht mit dem "rein in die Tight"! Nach meiner dritten Schwangerschaft habe ich leider immer noch das eine oder andere Kilo Babyspeck rund um Hüften, Po und Oberschenkel, weswegen ich mich ganz schön abmühen muss, bis die Tight da sitzt, wo sie hin gehört. Kurz denke ich: HA! Falsche Größe! Da hab ich wohl aus Versehen eine S erwischt. Doch der Blick auf den Zettel im Bund zeigt, dass ich mich gerade in eine Größe M gequetscht habe. Bei einer normalen Laufhose wäre das nun mit Sicherheit Grund für ein mindestens drei Tage andauerndes Stimmungstief gewesen. Aber bei der Leg Balance Tight ist es gut und genau richtig, dass man sich erst mal fühlt wie eine Presswurst, denn wo soll sonst der Druck auf die Muskulatur her kommen?! Beim Blick in den Spiegel vergesse ich sofort die Mühen des Anziehens. Die Tight sitzt wie eine zweite Haut und zaubert echte Gazellenbeine. Ja ich weiß, die Herren hier werden jetzt mit den Augen rollen und denken: Mädel, es gibt echt Wichtigeres. Und die gertenschlanken, pfeilschnellen Flitzerinnen dieser Welt mögen diesen Gedanken auch nicht unbedingt nachvollziehen können (Sind wir mal ehrlich: Die haben eine Leistungssteigerung auch am wenigsten nötig...), aber es fühlt sich einfach mega gut an, wenn eine Hose alles zu einem optischen Highlight zusammen quetscht. 


Na gut - quetscht klingt doof. Es ist tatsächlich zum Glück so, dass diese anfängliche Enge schon nach kurzer Zeit einem angenehmen Tragegefühl weicht. Man spürt die Hose kaum. Beim ersten Testlauf erweist sie sich als etwas zu warm, denn der Stoff ist nicht der dünnste. Für wärmere Sommertage deshalb vermutlich nicht unbedingt meine erste Wahl, aber das Tragegefühl ist auch auf der Laufstrecke super. Nichts reibt, die Vibrationen der Muskulatur sind minimal, ich fühle mich leicht und gut. Wo bei anderen Hosen das Bündchen schon mal rutscht oder einschneidet, ist der breite Bund der Leg Balance Tight eine Wohltat. Er sitzt vom ersten bis zum letzten Schritt angenehm und genau da, wo er hin gehört. Zurück vom Lauf sind die Beine weder schwer noch müde. Der wettertechnisch durchwachsene und eher kühle April bot die perfekten Testbedingungen für die Hose. Das Anziehen ist inzwischen kein Problem mehr - Übung macht den Meister. Das "zweite-Haut-Gefühl" ist herrlich und andere Hosen liegen nun dauerhaft weiter unten im Stapel. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Tight bei schnellen kurzen Läufen und Wettkämpfen einen wirklich spürbaren Vorteil bietet, weil sie einfach perfekt sitzt und einen guten Halt gibt. Das bestätigt mir auch meine FrontRunner Kollegin Sonja, die sie bereits auf Strecken bis zu 15 Kilometern getragen hat und ebenfalls begeistert ist. Und auch, wenn hinter der Ziellinie keine neue PB auf der Uhr steht, weil die Kompression eben auch keine Wunder bewirken kann und viele Faktoren für den Erfolg auf der Strecke entscheidend sind, so ist doch mit Sicherheit das Gefühl deutlich besser und das Lauferlebnis positiver.

Leider fehlte mir bis jetzt die Gelegenheit, die Leg Balance Tight auf einem echten Longrun zu testen und somit beurteilen zu können, inwieweit sie sich bei intensiver Belastung auswirkt. Aber mein FrontRunner Kollege Franky, der die Tight schon beim TAR getragen hat, erzählte mir: "Ich hatte sie fast die ganzen 7 Tage an. Mir hat sie sehr geholfen bei den langen Strecken und auf den Trails zur Muskelstabilisation und gegen Vibrationen." Extremere Bedingungen als beim TAR gibt es wohl kaum. Deshalb kann ich es kaum erwarten, die Hose bald auf längeren Strecken zu testen. Bis dahin wird sie mich mit Sicherheit an kühleren Tagen weiterhin öfters begleiten. Die Idee der Kompression hat mich in mehrfacher Hinsicht überzeugt. Nicht nur optisch ganz weit vorn, sondern auch vom Tragegefühl. Muskelkater oder andere Beschwerden hatte ich übrigens nach dem Tragen der Leg Balance Tight nicht. Wenn man sich aus der Hose gepellt hat (mit etwas Übung wird auch das leichter), fühlt man sich kurz etwas verloren, weil der Druck auf die Muskulatur fehlt. Die Wurst hat quasi keine Pelle mehr. Aber das ist auch das einzige, woran ich mich noch gewöhnen muss. 

erstellt von
portrait

Eva Eigelshoven

teacher von Hamburg

Altersklasse: W35

MEINE DISZIPLINEN
Halbmarathon Swimrun Marathon Traillaufen
MEINE DISZIPLINEN
half_marathon swim_run marathon trail

Willst Du mehr über die ASICS FrontRunner erfahren?