Ich glaube der Grund, wieso viele Menschen sagen „Ich gehe jetzt regelmäßig laufen“ und dann doch wieder damit aufhören, ist, dass sie das für sich richtige Tempo noch nicht gefunden haben. Darum erkläre ich heute, wie auch DU dein richtiges Tempo und damit Spaß am Laufen findest.

Ich glaube am Anfang entscheidet viel der Kopf und die Motivation, ob wir es schlussendlich schaffen das Laufen beizubehalten. Gerade die Laufanfänger setzen sich gleich viel zu hohe Ziele: „Ich gehe nun viermal die Woche 30 Minuten laufen!“. Scheitern wir bereits in Woche 1 an unseren Vorsätzen sind wir schnell demotiviert und wir bleiben nicht langfristig dabei. Wie wäre es aber damit: „Ich gehe 2 mal pro Woche laufen solange es mir Spaß macht, dehne mich an einem Abend 10 Minuten vor dem Fernseher und fülle an den restlichen 4 Tagen mein Bewegungsziel durch Spaziergänge auf!“ Klingt ja wohl sympathischer oder? Ich denke Freude an der Bewegung ist das A und O – freuen wir uns nach dem Home-Office auf die frische Luft und die sportliche Betätigung müssen wir uns dabei überhaupt nicht „überwinden“ und unser Bewegungskonto füllt sich von alleine. Dabei motivieren sollte vor allem der positive Effekt auf unsere Gesundheit – wir stärken schon mit wenigen Minuten Bewegung unser Immunsystem, aktivieren unseren Darm (und dessen Tätigkeit) und heben unsere Stimmung gerade an den grauen Januartagen in die Höhe.

Wenn wir es denn geschafft haben in unseren Laufschuhen die Haustüre zu verlassen und du dich nun im Nieselregen stehend fragst „Und jetzt?“ empfehle ich gerade den Anfängern im Spaziertempo loszulaufen. Also das Tempo, in dem du normalerweise spazieren gehst, nur, dass du eben joggst. Weil wir dazu tendieren VIEL zu schnell loszulaufen, empfehle ich sogar erst ein paar Sekunden auf der Stelle zu joggen und eben dann im Spaziertempo loszulaufen. Das Tempo kann so langsam sein, dass du dich schon fast langweilst – und ich sage dir, DAS ist das richtige Tempo für dich als Laufanfänger und kein anderes! Da du nun ein Tempo läufst, dass dich nicht oder kaum anstrengt, kannst du nun die schönen Seiten des Laufens besonders genießen: Über Dinge ungestört nachdenken, die Natur angucken, andere Spaziergänger nett grüßen.

Mir ist bewusst, dass auch das langsamste Laufen irgendwann anstrengend wird, aber bevor dies eintritt solltest du eigentlich schon wieder zuhause sein. Das kann nach 10 Minuten, 20 Minuten oder auch 30 Minuten der Fall sein, dass entscheiden du und deine heutige Laufform. Wenn du schon nach 10 Minuten merkst, dass du pumpst wie ein Maikäfer: Ab nach Hause, der Lauf soll nicht zur Qual werden!

Wenn wir nun das warme Zuhause betreten und denken: „Ach das war eigentlich echt schön!“ ist das die beste Voraussetzung für einen weiteren Lauf. Du kannst dich nun auch besonders belohnen, denn du hast ja auch etwas wirklich tolles geschafft: Du bist gelaufen! Vielleicht ein Teller Pasta, ein Bad oder ein Glas Wein? Was immer dir Freude macht!

Ja, in der Überschrift steht: Die richtige Distanz. Ich finde aber besonders in den ersten Wochen die Distanz irrelevant. Du bist ja nicht erst ein Läufer, wenn du irgendeine besondere Distanz gelaufen bist. Du bist ein Läufer, wenn du läufst. So einfach ist das. Etabliert sich das Laufen irgendwann von selbst in deinem Leben und du möchtest es nicht mehr missen, stapeln sich die Laufratgeber irgendwann von alleine bei dir zuhause. Vielleicht nimmst du dir dann vor mal einen 5 km Lauf zu absolvieren – dann kannst du auch nach Distanzen trainieren. Aber besonders zu Beginn sollte dies nicht deine einzige Motivation sein, sondern dir sollte das Bewegen in der Natur Freude bereiten!

Ich wünsche dir einen richtig guten Start dabei!

Deine Marina

erstellt von
portrait

Marina Rappold

Grundschullehrerin von München

Altersklasse: 23
Verein: LG Telis Finanz Regensburg
Trainer: Markus Guetzlaff

Meine Disziplinen
Halbmarathon 10 Kilometer

Weitere Blogbeiträge