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Der Glide Ride- ein Schuh für jeden, der beim Laufen kurz dem Abheben sein möchten. Von führenden Piloten und Läufern für Kurz- und Langstrecke empfohlen

Eines vorweg: der Glide-Ride liegt näher am Fliegen als am Laufen.

Fliegen ist ja bekanntermaßen im Idealfall eine sehr ökonomische Fortbewegungsweise. Nach Überwindung der Schwerkraft ist letztlich nur noch die Überwindung des Luftwiderstands notwendig. Und genau so fühlt es sich mit dem Glide Ride an den Füßen an. Weich und dennoch stabil, leicht und dennoch kraftvoll. Der Glide Ride ist sicherlich für eher ambitionierte Läufer gemacht, die Energie eben in Vortrieb, Strecke und kurze Zeiten umwandeln wollen und nicht darauf bedacht sind, möglichst durchweg unterstützt zu werden. Aber das ist alleine vom Design her definitiv nicht sein Anspruch. Alleine die rasante rote Farbe und das aero-, und nennen wir es- asphalto-dynamisches Design zwingen schon beim Anblick zu einer energetischen Gefühlsregung. 

Man möchte reinschlüpfen und losrennen, Tempo machen, Gas geben. Und definitiv genau dafür ist der Schuh gemacht. Er will nach vorne. Das vermittelt er sofort. Im Momente des Anziehens baut sich eine angenehme Vorspannung in der gesamten Unterschenkel und Fußmuskulatur aus, die umgehend in rhythmischen Vortrieb umgewandelt werden möchte. Einmal losgelaufen geht es auch mit diesem Schuh nur vorwärts. Es ist sicherlich nicht der perfekte Bergauf-Partner, aber kleine Steigungen nimmt er schnell und mit Bravour. 

Ist man mit dem Schuh auf Strecke merkt man genau das, was Asics mit der neuen Technik bewirken möchte: der Schuh spart definitiv Energie ein. Heißt? Die Muskeln insbesondere der Wade können voll und ganz ihre Elastizität ausspielen und ihre gespeicherte Energie voll entladen ohne dabei über-zu-kontrahieren. Vor allem bei langen Schritten merkt man, wie der Glide Ride die Kontraktionskraft direkt in Vortrieb umwandelt und wenn man genau „hinfühlt“ sogar über den eigentlichen Bodenkontakt hinaus.

Für den Athleten mit fehlender oder zu schwacher Muskulatur oder den totalen Neuling ist der Glide Ride aber eher nichts. Er erfordert schon eine eigens mitgebrachte Lauftechnik und ein stabiles Fuß- und Beinmuskelsystem für die optimale Energieentfaltung.

Ich nutze den Schuh gerade in der heißen Phase in der Vorbereitung auf den Berlin Marathon am 29.09.2019. Wirklich ideal. Berlin ist schnell, ich bin schwer und oft genug im Fitness-Studio, wo mich der Schuh übrigens auch exzellent begleitet. Riesen-Vorteil hier: gerade beim Beintraining sorgt der Schuh für ein bisschen Instabilität (ideal für das Training der Tiefensensibilität und der stabilisatorischen Muskeln im Fuß und Unterschenkel-Bereich). Man spürt durch den Schuh sehr gut die entstehenden Lasten, die zum Beispiel bei der Kniebeuge entstehen. Aber Warnung: auch hier: Fortgeschritten sollte man schon sein, sonst könnte die Instabilität zum Nachteil werden.

Mein längster Lauf mit dem Glide Ride bisher waren knappe 20 km und da muss ich einfach sagen: fast wie Autopilot. Tempo, Schrittfrequenz und Rhythmus bleiben stabil, wie die Tragflächen eines Airbus A380.

Fazit über den Glide Ride:

Wer wirklich über den Asphalt fliegen möchte, wenig Reibungspunkte sucht und dabei seine Muskelarbeit maximal effizient halten möchte, ist mit dem Glide Ride bestens ausgestattet.

Einzig schade: Man läuft so schnell und fokussiert an Mitläufern und Menschen vorbei , dass keine Zeit bleibt, zu erzählen, was für einen genialen Schuh man da an den Füßen hat.

Glide Ride. A Pilot-Runners. Dream. Laufen und Fliegen in Einem. 

Flaufen sozusagen.

Glide Ride im Gym
Ein Traum von Schuh
Im Gym genauso zu Hause wie auf dem Asphalt
erstellt von
portrait

Moritz Dr. Tellmann

Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin,Ernährungsmedizin, Personal-Trainer, Dozent von Düsseldorf

Altersklasse: 35

Verein: Luftfahrtverein Essen, Asics-Frontrunner

MEINE DISZIPLINEN
Fitness Kraft-Training 10 Kilometer Ultramarathon Marathon
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