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Back to the roots? Mein Start beim IRONMAN Hamburg 2018: Vom IRONMAN zum Langdistanz-Duathlon über 6 km Laufen, 179 km Radfahren und 42 km Laufen

Unzählige Trainingsstunden lagen hinter mir, als ich mich Ende Juli 2018 auf dem Weg nach Hamburg machte. Zum ersten Mal wollte ich mich bei einem klassischen IRONMAN an den Start zustellen - nach mehreren Marathons und verschiedenen Ultra-Läufen sollte jetzt endlich die "Königsdisziplin" des Ausdauersports an der Reihe sein!

Fast jeden Morgen war ich seit Anfang des Jahres mit dem Rennrad zur Arbeit geradelt, um die notwendige Grundlagenausdauer in die Beine zu bekommen. Unzählige Bahnen im Schwimmbad oder Meter im Freiwasser war ich in den Monaten zuvor geschwommen, um für die 3,8 km in der Binnenalster gerüstet zu sein.

Doch der Wettergott meinte es im Rekordsommer 2018 plötzlich anders mit uns: Aufgrund der hohen Blaualgenkonzentration in der Binnenalster wurde das Schwimmen abgesagt und durch einen Auftaktlauf über 6 km ersetzt. Ein klassischer Duathlon sollte es also werden. "Back to the roots", dachte ich mir und nahm die neue Ausgangslage sportlich: Das viele Schwimmtraining wird ja zumindest nicht geschadet haben :-)

Anstatt 3,8 km Schwimmen startete der IRONMAN Hamburg mit einem 6 km-Auftaktlauf.

Doch wie geht man ein solches Rennen am besten an? "Auf keinen Fall zu schnell!", lautete meine Devise. Als um 7 Uhr früh der Startschuss fiel, wählte ich mit einer Pace von 4:10 min/km bewusst ein eher moderateres Tempo. Schließlich war der Tag ja noch lang und am Ende wartete auf die knapp 2.500 Starter noch ein Marathon.

Zwei Runden a` 90 km galt es auf dem Rad entlang des Elbe-Kanals zurückzulegen.

Auf dem Rad fand ich einen guten Rhythmus: Der Tacho bewegte sich stets zwischen 35 und 38 km/h und auf dem flachen und sehr schnellen Kurs entlang des Elbe-Kanals flogen die Kilometer einfach so dahin. "Bloß nicht zu schnell werden, sich nicht verleiten lassen und immer schön trinken!", dachte ich mir. Der Plan ging auf: Nach 4:55 h erreichte ich wieder die Wechselzone. Und die Beine waren noch relativ frisch!

Es rollte super: Die ersten 10 km auf dem abschließenden Laufabschnitt legte ich in 39 min zurück, die folgenden in 41 min. "Ob das wohl so weiter geht oder kommt doch noch ein großer Einbruch?"

Brav verdrückte ich an den Verpflegungsstellen meine Gels. Gleich fünf Stück bei km 15, weitere fünf bei km 25. "Wenn das mal nicht zu viel war?" Es wurde immer heißer, die gekühlten Wasserschwämme waren eine Wohltat! Doch ab km 32 wurde es plötzlich hart: Das Tempo ging auf eine Pace von 4:30 runter und ich wurde immer langsamer. Jetzt also doch: Die letzten Kilometer zogen sich wie Gummi.

"Jetzt nochmal alles mobilisieren!", sagte ich mir. Und siehe da: Ab km 38 rollte es endlich wieder! Ich gab Gas und legte die Abschnitt von 40 bis 42 km in 7:45 min zurück! "Dort Vorne der Zielkanal; jetzt nochmal anziehen!" Der Blick auf die Uhr: 2:58 h für den abschließenden Marathon. Damit kann man arbeiten!

Glücklich überquerte ich mit einer Gesamtzeit von 8:25 h am Roten Rathaus die Ziellinie. Am Abend der Blick auf die Ergebnisliste: 10 min Rückstand auf einen sicheren Startplatz für Hawaii. 

Spätestens jetzt wusste ich: Es wird sicherlich nicht mein letztes Langdistanz-Rennen gewesen sein...

Das offizielle Veranstalter-Video findet Ihr übrigens hier: https://m.facebook.com/story.p...


erstellt von
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Matthias Müller

Pressesprecher von Weinheim

Altersklasse: M35

Verein: TSG Weinheim

Trainer: Dr. Ralf Wodopia

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