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Diesen Sommer habe ich mal ganz anders trainiert als sonst: mit Spikes und kurze Strecken - warum ich so trainiert habe und wie es mir dabei ging könnt Ihr im nachfolgenden Blogbeitrag lesen...

Den Grundlagenausdauerblock im Winter/Frühling, hab ich mit dem Halbmarathon in Freiburg und einer für mich ganz zufriedenstellenden Zeit von 1:26:58h beendet. Nach einer kurzen Pause ging es dann wieder los mit dem Sommertraining. Normal laufe ich auch über den Sommer Umfänge von ca. 80km/Woche und baue hin und wieder auch mal längere Läufe ein. Doch diesen Sommer war alles anders... 

Warum?!

Ich bin der Meinung, dass man Körper und Geist neue Reize geben muss, um sich weiterzuentwickeln.

Die 2:59h auf der Marathondistanz sind immernoch so ein kleiner Traum von mir. Da sich trotz jahrelangem und fleißigem Training nichts tut (meine Marathonbestzeit liegt immer noch knapp über 3h) habe ich mir überlegt, was ich diesen Sommer vor meinem Herbstmarathon anders machen kann... Die Antwort war schnell gefunden: Mittelstreckentraining. Denn wer schneller ist, kann auch schneller länger laufen. Und wirklich schnell bin und war ich noch nie...

In Zahlen, Daten, Fakten bedeutete das konkret: 40-60km/Woche,  zweimal Intervalltraining auf der Bahn, Muskelkater, Spikes, Krafttraining, Laktat ohne Ende und Dauerläufe zwischen 30-50min (außer Sonntag da waren es auch mal 70-80min).

Ich kann nur so viel sagen, mir hat das Training mega Spaß gemacht. Ich habe Schmerzen und Grenzen kennen gelernt, die sich so ganz anders anfühlen, als die Schmerzen im Marathon. Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass man nach 5x200m so kaputt sein kann und man nicht weiß, wie man die letzten 50 Meter einen Fuß vor den anderen setzten soll ohne zu stürzen. Dabei ist das insgesamt ja "nur" ein Kilometer schnell, für einen Langstreckler eigentlich lächerlich. Früher hätte ich dafür nicht mal meine Schuhe geschnürt ;-)

Eine typische Trainingswoche sah so aus:

Montag: vormittags (Mittagspause): 40min Dauerlauf, abends: 30min Krafttraining und Physio

Dienstag: Tempotraining 3x(100m, 200m, 300m, 400m, 300m, 200m, 100m, 30 sek. Pause ) zwischen jeder Pyramide 10min Pause

Mittwoch: 45min Dauerlauf 

Donnerstag: 40min Krafttraining (Fitnessstudio) anschließend 30min Indoor Bike (Beine lockern)

Freitag: Tempotraining: 5x200m (maximal) Pause: 5min

Samstag: 10km Mittlerer Dauerlauf (Tempo ca. 4:30min/km)

Sonntag: 70min Dauerlauf


Für meinen Kopf war eine Auszeit vom Kilometersammeln genau das Richtige. Außerdem habe ich meine Jahrelange Bestzeit auf 3000m von 11:23min auf 11:09min verbessert - mal sehen ob ich nächstes Jahr die 11min knacke :-) 

Seit knapp zwei Wochen bin ich wieder im Marathon Modus - Chicago Marathon is calling :) Mal schauen, wie bzw. ob sich ein Ausflug auf die Mittelstrecke auswirkt. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und ich werde das nächstes Jahr auch wieder machen - ganz unabhängig vom Marathonlauf in Chicago.

Steigerungslauf vor dem 3000m Wettkampf

erstellt von
portrait

Saskia Mangold

Ingenieurin von Stuttgart

Altersklasse: W30

Verein: TF Feuerbach

Trainer: Torsten Matthes

MEINE DISZIPLINEN
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