Kurz nach Beginn der Wettkampfsaison 2020 hat die Covid-19 Pandemie alle Saisonpläne durcheinander gewirbelt. Jetzt kommen die ersten Lockerungen und folglich auch die ersten Veranstaltungstermine im Herbst. Für eure sportliche Performance sollten die nächsten Wochen gut strukturiert sein. Die kurze Pandemie Saison 2020 wird es in sich haben.

Nach der langen Wettkampfpause rücken die ersten sportlichen Events immer näher. In den kommenden 12 Wochen entscheidet sich, wer die extrem kurze Pandemie Saison 2020 gut übersteht. Idealerweise habt ihr in den letzten Wochen die Füße nicht still gehalten und habt fleißig trainiert.
Mit der Einführung des Lockdowns habe ich mein Training sofort umstrukturiert. Ich habe meinen Fokus auf ruhige und längere Einheiten gesetzt. Des Weiteren ist es für mich wichtig an kleinen Baustellen zu arbeiten. Eine davon ist meine Mobility. Diese neue Struktur werde ich bis Ende Juni beibehalten. Das heißt in zahlen, dass ich bis zu 90% im Grundlagenbereich unterwegs bin. Die wenigen intensiven Spitzen behalte ich, um meine Grundschnelligkeit am Leben zu halten.

Im Zuge der Lockerungen werden die ersten Wettkämpfe im Herbst realistisch. Durch die Verschiebungen von Events habe ich ab Mitte September bis Anfang November insgesamt 7 harte Wettkämpfe. Darunter befindet sich die Europa- und Weltmeisterschaft. Um die hohen Anforderungen in der Wettkampfphase gut zu überstehen, brauche ich eine solide Grundlagenausdauer.

Ich möchte die Wettkämpfe gut überstehen und vor allem auch mit einer guten Performance bewältigen. Damit das gelingt, liegt mein Fokus in den nächsten Wochen auf der Tempohärte und OCR- Spezifik (Mix aus Laufen und Hindernissen). Damit das klappt werde ich den Anteil an intensiven Belastungen auf knapp 30% erhöhen. Um eine Überlastung zu vermeiden, plane ich weiter alternative (Trainingseinheiten, die nicht laufen sind z.B. Fahrrad fahren, Rudern, etc.) und regenerative Einheiten ein. Dazu zählen auch die Mobilityeinheiten, die mir wirklich schwer fallen.

Damit dieses Konzept aufgeht, muss ich meinen IST-Zustand überprüfen. Das mache ich mit einer Leistungsdiagnostik, um meine individuellen Pulswerte festzustellen. Die ermittelten Pulswerte sind die Eckpfeiler für das Training. Um meine Tempohärte zu trainieren, werde ich auf Intervalle im Spitzenbereich setzen. Da ich als OCR- Athlet nie auf einer Bahn unterwegs bin, absolviere ich diese auf einem Trailstück im Wald. Die zweite intensive Einheit in der Woche wird eine GA2 Einheit oder ein Tempowechseltraining. Kleiner OCR-Tipp: Ein Tempowechseltraining gestaltet sich auch sehr gut mit einem Carry (Holzstamm oder Sandsack tragen). 

Diesen Plan habe ich eng mit meinem Trainer abgestimmt. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Leistungssport könnte ich mich selber trainieren, dennoch setze ich auf seine Sicht von Außen. Wenn ihr Fragen zum Training oder zur Planung habt, kommt gerne auf mich zu!
Ich freue mich auf die kommenden Wochen und noch mehr freue ich mich auf die ersten Rennen des Jahres. 

Bis dahin, haut in die Socken!

erstellt von
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Charles Franzke

Versicherungsfachmann & Personal Trainer von Rudolstadt

Altersklasse: 27
Verein: Mad Mountain Man
Trainer: Ian Hosek

Meine Disziplinen
Kraft-Training Traillaufen Hindernislaufen