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Laufen im Urlaub? – Sowieso! Also warum nicht gleich mit 14.000 weiteren Laufverrückten bei einer Laufveranstaltung mitmachen! Gesagt, getan und so habe ich an meinen Island-Urlaub noch den Reykjavik Halbmarathon angeschlossen.

Die Natur in Island ist wirklich gigantisch und ich kann jedem nur empfehlen dort auch einmal Urlaub zu machen! Es ist zwar ziemlich kalt und windig, aber die Eindrücke bleiben für immer.

Eindrücke der Hauptstadt Reykjavik kann man aber auch sehr gut beim Halbmarathon oder Marathon genießen. Der führt nämlich an einigen tollen Sehenswürdigkeiten vorbei!

Der Halbmarathon-Trubel begann für mich am Freitagnachmittag mit der Abholung der Startunterlagen in der Laugardalshöll-Sporthalle. Hier fand auch eine große Laufmesse statt, mit Probierständen und allen möglichen Sportmarken. Wenn jemand Laufschuhe oder Kleidung vergessen hatte, wurde er hier auf jeden Fall fündig. Für jeden Teilnehmer gab es zudem ein hübsches rotes Laufshirt.

Am Samstagmorgen, nach meinem typischen Haferbrei, begaben wir uns kurz vor 8 zum Start. Es war sonnig, das Thermometer zeigte 11° C und der Wind blies von allen Richtungen. Das stimmte mich zwar mulmig, trotzdem wollte ich den Lauf einfach nur genießen. Schon am Start war ich begeistert von der Organisation des Laufes! Wo bitte sonst gibt es ausreichend Dixi-Klos?? 

Um 8:40 Uhr durfte ich dann endlich gemeinsam mit den Marathonläufern auf die Strecke.

Die ersten Kilometer liefen wir durch ein Wohngebiet und ich war schon von Anfang an von den vielen Zuschauern überrascht (bin bislang auch nur kleine Laufveranstaltungen gewöhnt).

Schon nach 2 Kilometern erreichten wir das Meer und durften es bis Kilometer 15 auch wirklich genießen! Alle 4 Kilometer gab es eine Getränke-Station. Ich war wie beflügelt von der Stimmung auf der Strecke und konnte die 10 Kilometer-Marke mit Leichtigkeit nach 43:20 Minuten überqueren. Ab diesem Moment entschied ich mich nicht nur zu genießen, sondern den Lauf zu einer neuen Bestzeit zu machen. Wann fühlte sich mein Körper zuletzt so gut an? Lag es am DJ an der Strecke oder dem Konfetti-Regen zwischendurch? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall bekam ich erstmal ein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht!

Bis Kilometer 16. Dann wurde es hart. Nach einem kleinen Anstieg drehte sich der Kurs und plötzlich peitschte uns allen der Wind entgegen. Das war Island, so wie ich es die letzten Wochen erlebt habe. Immer für einen Überraschung gut. Eigentlich war mir klar, dass ich mit Wind rechnen musste. Aber mit solch einer Wucht habe ich dann doch nicht gerechnet. Genauso viel mein Tempo auch von 4:15 auf zwischenzeitlich 4:30-4:40 min/km. Ich kam einfach nicht voran und musste wirklich kämpfen. Mein Ziel wollte ich trotzdem nicht abschreiben und konnte halbwegs im Windschatten eines anderen Läufers noch ein paar andere Läufer überholen und das war in diesem Moment Motivation genug nicht aufzugeben! Den letzten Kilometer hab ich dann zwar nochmal alles gegeben, trotzdem konnte ich mein Ziel (das ich bei Kilometer 10 gefasst hatte) unter 1:30 zu finishen nicht mehr erreichen. Meine 1:30:58 sind aber auch so eine neue Bestzeit und lassen mich im Nachhinein auf jeden Fall grinsen! Dafür, dass ich das alles nur genießen wollte, war es doch ziemlich cool!

Mein Laufschuh war übrigens der Asics ROADHAWK FF 2. Den bin ich zuvor schon ein paar Mal beim Bahntraining gelaufen und so wurde er Teil meines Reisegepäcks nach Island.

Im Ziel habe ich mich dann erst mal noch mit ein paar Läufern unterhalten (meine spanischen Mitbewohner für eine Nacht kamen kurz nach mir ins Ziel). Es gab Bananen, Getränke und Bier (nicht alkoholfrei!). Danach ging es ziemlich zügig Richtung Schwimmbad. Das absolute Highlight für mich war nämlich auch der freie Eintritt in eines der vielen Bäder in Reykjavik für jeden Teilnehmer.  Dort wurde in heißem Thermalwasser entspannt, bevor der zweite Halbmarathon in Form von Sightseeing anstand. Den Tag beziehungsweise die Nacht nach dem Marathon müsst ihr am besten auch nochmal in Reykjavik verbringen. Der perfekte Abschluss bildet mit der Kulturnacht nämlich auch ein wunderschönes Feuerwerk.

Falls sich der ein oder andere von euch für den Reykjavik Marathon oder eine Reise nach Island entscheidet mein Tipp: Warme Kleidung!

 

 

 

erstellt von
portrait

Franzi Fallmann

von Neckarsulm

Altersklasse: 25

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