Wenn ich derzeit so durch die Gegend trabe, schwelge ich durchaus in Gedanken an vergangene Laufevents – und an in der Zukunft liegende! Mir persönlich schwebt da zum Beispiel der Wien-Marathon vor, der mein allererster Marathon überhaupt werden soll. Vielleicht nutzen derzeit auch einige von Euch die Gelegenheit durch das Home-Office etwas flexibler zu sein und mehr laufen zu gehen. Aber auch wenn du ein Wochenend-Läufer bist, ist ein Wettkampf natürlich nicht ausgeschlossen.

Nehmen wir einmal an, im Herbst 2021 sind Wettkämpfe wieder möglich und du hast beschlossen, am 5 oder 10 km – Lauf eines lokalen Laufsportveranstalters teilzunehmen. Nun stellt sich dir die Frage – was muss ich dafür eigentlich alles erledigen?

Chronologisch betrachtet steht ganz zu Beginn natürlich die Anmeldung zu deinem Laufevent an. Auf der Internetseite oder telefonisch kann man sich meistens ganz einfach registrieren. Man kann sich immer einzeln aber oft auch als Gruppe anmelden, um so beispielsweise an einer Gruppenwertung teilzunehmen. Meistens ist erforderlich, seine bereits gelaufene Zeit auf eben dieser Strecke angeben, dies hat beispielsweise beim Marathon den Vorteil, dass man in einer Gruppe startet, welche ungefähr dieselbe Zielzeit anstrebt wie du selbst. Ergo ist es natürlich sinnvoll, falls du deine Bestzeit bereits bei den Bundesjugendspielen in deiner Schulzeit, die 30 Jahre zurückliegt, aufgestellt hast, eine realistische Zielzeitanpassung vorzunehmen. Wenn deine Anmeldung vollzogen ist, steht nachfolgend natürlich die Vorbereitung auf dein Laufevent auf der Agenda. Pläne für jede Zielzeit oder auch einfach nur Pläne zum Ankommen finden sich en masse in Laufbüchern oder dem Internet. Zusammenfassend gilt: Langsam angehen lassen, auch mal Rückschläge akzeptieren und motiviert bleiben. Die letzte Woche vor dem Lauf gilt es nicht in Panik zu verfallen und vor Nervosität noch mehr zu trainieren. Dies bringt leider nichts mehr, außer einen schlimmen Muskelkater am Wettkampftag selbst. Am Abend vor dem Lauf gönne dir ruhig ein kohlenhydratreiches Abendessen, von dem du weißt, dass du es gut verträgst. Apropo Essen – in den meisten Wettkämpfen gibt es Verpflegungsstände, an welchen du einen Stop machen und etwas trinken oder bei Bedarf etwas essen kannst. Essen würde ich allerdings nur, wenn es sich überhaupt nicht vermeiden lässt und auch nicht bei jedem einzelnen Verpflegungsstand. Obwohl dies vielleicht verlockend ist und sich auch bei deiner Anmeldung mit inklusive befindet, solltest du deine Hauptmahlzeit nicht auf die Rennstrecke verlegen. Bei enormer Hitze ist Trinken allerdings wirklich wichtig, vielleicht übst du das Trinken während des Laufens aber vorher einmal oder, wenn es bei dir nicht um Sekunden geht, bleibe vielleicht lieber ein paar Augenblicke stehen, bevor du dich verschluckst. Bevor du zum Wettkampf aufbrichst, kontrolliere ob sich dein Wettkampfoutfit plus Schuhe, warme Wechselkleidung, ein Getränk und vielleicht etwas zu essen für nach dem Lauf, Sicherheitsnadeln zum Befestigen der Startnummer und etwas Bargeld (falls die Startgebühr noch vor Ort entrichtet werden muss) in deinem Gepäck befinden. Alles da? Nun kann es losgehen!

Bei einem Marathon ist es absolute Pflicht die Marathon-Messe am Tag vor dem Marathon mitzunehmen, es ist wohl das Lauf-Mekka für jeden Marathonläufer schlechthin: Hier dreht sich alles ums Thema Laufen!

Angekommen wärme dich am besten 45 Minuten vor dem Start ein wenig auf. Locker traben, Lauf-ABC und ein wenig die betreffende Muskulatur dehnen. Wenn nötig, noch ein letztes Mal das Klo besuchen (meistens nötig vor Aufregung und Zeit einplanen, falls es eine lange Schlange gibt – liebe Damen!). 10 Minuten vor dem Startschuss findest du dich am besten nahe der Startlinie ein, denn hier wird nicht wie beim Fußball auf den besten Mann gewartet (in dem Fall dich!). Und wenn dann der Startschuss ertönt: Ganz viel Spaß haben und genießen! Falls du dich in einer Gruppe angemeldet hast, kannst du natürlich auch in deiner Gruppe laufen und dich so ein bisschen mitziehen lassen. Ich persönlich laufe im Wettkampf aber auch gerne mein eigenes Tempo. Falls sich Zuschauer an der Strecke befinden, ist es immer noch viel schöner, man wird durch das Anfeuern einfach noch mehr gepusht und kann so eventuell seine persönliche Bestzeit einstellen. Dies ist für mich auch relevanter als das Messen mit anderen, obwohl dies natürlich auch Spaß machen kann. Dadurch, dass es verschiedene Wertungen durch das Differenzieren in männlich/weiblich und Altersklassen gibt, erhält der Wettkampf seinen fairen Charakter und jeder eine Chance auf einen Platz in den Top 3. Falls dies aber mal nicht klappt – bist du trotzdem eine schöne Erfahrung reicher! Ich wünsche euch viel Glück und Freude bei eurem ersten Wettkampf!

Eure Marina

erstellt von
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Marina Rappold

Grundschullehrerin von München

Altersklasse: 23
Verein: LG Telis Finanz Regensburg
Trainer: Markus Guetzlaff

Meine Disziplinen
Halbmarathon 10 Kilometer

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