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Mein Ziel den Frankfurt Marathon in 2:44:59 zu laufen, konnte ich leider nicht umsetzen. War das Ziel nun unrealistisch? Denke, nein. Ich fühlte mich gut vorbereitet. Habe dieses Jahr mit 10 langen Läufen über 30 bis 36 km und endlosen Kilometern im Marathonrenntempo 3:50 bis 3:55/km runter gespult. Erkältungen oder Verletzungen blieben aus. Mitte September sprang sogar eine neue 10.000 m Bestzeit in Trier beim Flutlichtmeeting heraus aus einer vollen Trainingswoche.

Die ersten 5 km lagen noch perfekt im Soll, 19:25. Bei km 10 bereits ca. 20 Sekunden Rückstand, geschuldet des zum Teil sehr starken und böigen Windes und des ungleichmäßigem Tempo innerhalb der Gruppe. Ich achtete drauf mich gut zu verpflegen und möglichst gut in der Gruppe zu verstecken. Es ging mir hervorragend. Bei km 30 dann ca. 90 s Rückstand auf meine berechnete Durchgangszeit. Auf Mainzer Landstraße angekommen der lang ersehnte Rückenwind, der Marathon kann beginnen. Leider konnte ich dann nicht mehr wie geplant aufdrehen und keine Zeit gut machen. Km 30 bis 35 trotz Rückenwind in nur 20 Minuten = Tempo 4:00/km. Die Beine wurde immer schwerer, die rechte Wade zwickt. Km 35 bis 40 weitere 51 Sekunden verloren. Ab ca. km 37 war der Ofen komplett aus, der Rhythmus weg. Jetzt nur noch irgendwie in die Festhalle kommen und finishen.


Auf den letzten Kilometer wurde ich durch Anfeuern von Freunden, Bekannten und ASICS Frontrunnern unterstützt. Irgendwie hab ich es in die Festhalle geschafft. 3 Minuten langsamer als 2016 und über 4 Minuten am Ziel vorbei. Unzufrieden mit der Zeit, aber glücklich es überhaupt dorthin geschafft zu haben.


Woran lag es nun? Nur am Wind oder war da noch mehr? Im direkten Vergleich zu 2016 habe ich sehr sehr viel weniger Athletiktraining gemacht, weniger stark auf die Ernährung geachtet, meine Powernappings nachmittags stark vernachlässigt und mich zu oft mit anderen Dingen ablenken lassen. Jünger werde ich auch nicht, ich merke dass ich immer länger brauche um mich von Belastungen zu erholen. Denke ich war insgesamt nicht fokussiert genug.


Weitere Gründe könnten das fehlende Frühjahr sein, wo ich mit einer Schleimbeutelentzündung an der rechten Ferse ca. 3 Monate komplett ausgefallen war.


Der Frankfurt Marathon ist seit Jahren auch der Saisonabschluss der ASICS Frontrunner. Es war wieder ein tolles Wochenende. Stark beeindruckt haben mich mal wieder die ASICS Frontrunner Frauen im Marathon. Anima Sana Incorpe Sano


Foto: Inger Diederich

erstellt von
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Jens Bäss

Fachkraft Qualitätsmanagement from Wiesbaden

Altersklasse: M40

Verein: TV Waldstraße Wiesbaden

Trainer: Selbst

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