TEILEN
„Warum sollten die ausgerechnet dich nehmen?". Irgendwann kam der Punkt an dem Sie merkten wie ernst ich dieses Projekt nahm...


Bevor ich Euch von meinem ersten Jahr als ASICS FrontRunner berichte, möchte ich euch kurz beschreiben „was wir machen“ und „wer wir sind“.

 

Was machen wir:

Das "ASICS FrontRunner" Projekt begann bereits im Jahr 2010 und wir freuen uns nun bekannt zu geben, dass das Team global und mit Mitgliedern in mehr als 30 Ländern weltweit vertreten sein wird. Unser Hauptziel ist es, inspirierende Persönlichkeiten auf der ganzen Welt zu unterstützen und eine einzigartige, authentische Community zu schaffen, die allen ASICS FrontRunnern die Möglichkeit bietet, ihre gemeinsame Leidenschaft für das Laufen und die Bewegung sowohl des Körpers als auch des Geistes zu teilen. Unsere ASICS FrontRunner bewegen die Welt, sie bestreiten Rennen und teilen ihre Leidenschaft, ihr Wissen und ihre Inspiration nicht nur mit ihren Teamkollegen sondern mit jedem Sportler auf der Welt.

 


Das sind wir...

Unser Team besteht aus unglaublich vielseitigen und unterschiedlichen Menschen und genau das lieben wir. Jung oder alt, Profi oder Anfänger, Trainer oder Schüler, Kreativer Kopf oder Zahlen Genie, Urban Runner oder Trail Runner, Fitness Läufer oder Ausdauerexperte. Jeder einzelne ist unglaublich stolz darauf ein Teil des ASICS FrontRunner Teams zu sein und es ist gerade die Kombination all dieser Eigenschaften, die die Community so einzigartig, stark und unschlagbar macht. Im Jahr 2018 wird die ASICS FrontRunner Community in über 30 Ländern weltweit vertreten sein und mit mehr als 700 Sportlern ein gemeinsames Ziel verfolgen: Die Welt zu bewegen!

 


Was mich bewegt...

Als ich meiner Familie erzählte, dass ich mich als ASICS-FrontRunner bewerben möchte, nahm dies niemand so wirklich ernst. „Warum sollen die ausgerechnet dich nehmen?“ Eine berechtigte Frage wenn man bedenkt, dass ich zu diesem Zeitpunkt erst 3 Monate in Laufschuhen stand und gerade eine Zwangspause wegen einer Verletzung einlegen musste. Vielleicht bin ich das ganze einfach zu motiviert angegangen. Ich war nach einer fünf monatigen Krankheitsphase einfach so unendlich dankbar, dass ich wieder einen geregelten Alltag nachgehen konnte und erfreute mich an jeglicher Bewegung. Ich litt damals an starken Myoklonien (unwillkürlichen Muskelzuckungen) und kein Arzt konnte sich erklären woher diese kamen. Ganz normal Dinge wie beispielsweise gehen oder essen ohne das dir etwas von der Gabel fällt, waren für mich teilweise Schwerstarbeit. Zum Schluss stellte sich heraus das der Atlaswirbel (1. Halswirbel) verschoben war. Bereits nach einer Behandlung waren die Symptome die mich über Monate begleitet haben schlagartig verschwunden. Ich glaube nur wenige Menschen wissen es bewusst zu schätzen gesund zu sein, wenn sie nicht selber von einer Einschränkung betroffen sind. Aber kommt man dann in die Situation, das von hier auf jetzt eben nicht mehr alles so „normal“ ist, stellt man sehr schnell fest, wie dankbar man eigentlich sein sollte wenn es einem gesundheitlich gut geht. Durch dieses Lebensereignis habe ich eine völlig andere Sicht auf das Leben erhalten. Ich nehme es jetzt viel bewusster war und gerade der Laufsport hilft mir sehr dabei die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich vergleiche das Leben seitdem gerne mit einer Zugfahrt. Man wird geboren und der Zug (das Leben) setzt sich plötzlich in Bewegung. Anfangs kommt es einen sehr langsam vor, weil alles neu und interessant ist. Man nimmt die Umgebung die am Fenster vorbeizieht noch war und steigt auch gern mal aus um sich manche Dinge etwas genauer betrachten. Doch je länger der Zug unterwegs ist, desto mehr verschwimmt der Blick nach draußen und so passiert es, dass man auch mal eine Haltestelle übersieht und einfach weiter fährt... immer weiter hinein in den Tunnel. Und so zieht das Leben zwangsläufig an einem vorbei. Die Krankheit war in meinen Augen die Notbremse die mein Körper glücklicherweise von selbst ausgelöst hat. Durch das Laufen habe ich nun einen Weg gefunden die Zugfahrt, bewusst, für ein paar Minuten oder Stunden anzuhalten um das Leben wieder bewusster wahrzunehmen. Dies hilft mir dabei einfach mal runterzufahren und neue Energie zu tanken. Ein toller Nebeneffekt ist, das sich die Zugfahrt, also das Leben, bis zum erreichen der Endstation etwas verlängert ;-) Probiert es mal aus!

 


Jetzt bin ich etwas vom eigentlichen Thema abgeschweift. Die eigentliche Frage lautete: „Warum ausgerechnet Ich?“. Nun mein Motto lautet „Wenn du etwas wirklich willst und fest daran glaubst, dann kannst du dieses Ziel auch erreichen, selbst wenn es dir unendlich weit entfernt erscheint“. Ich für meinen Teil glaubte fest an das Ziel ein ASICS-Frontrunner zu werden, weil mich das Projekt mit all den unterschiedlichen Persönlichkeiten und deren Geschichten einfach so inspiriert hat das ich daraus die Kraft und den Ehrgeiz entwickelt habe um meinen ersten Marathon in Angriff zu nehmen. Außerdem bin ich ein Teamplayer und kann mich zu 100% sowohl mit der Marke als auch mit dem Projekt identifizieren. Man sollte immer an sich selber glauben und deshalb sollte es nicht heißen „Warum ich?“ sondern „Darum ich!“. Ich machte mir also Gedanken wie ich es schaffen könnte mich etwas von der Masse abzuheben. Schließlich bewerben sich mehrere Tausend Laufbegeisterte die es mit großer Sicherheit ebenso verdient hätten ins Team zu kommen. Schließlich endschied ich mich, neben der schriftlichen Bewerbung, ein Bewerbungsvideo einzureichen. Die Firma VPS-Media aus Mümling Grumbach unterstützte mich bei meinem Vorhaben mit einem Vierköpfigen Filmteam. Nach einem sehr langen und kalten Drehtag (10,5 Std.) hatten wir alle Bilder im Kasten. Das zwei minütliche Video erreichte die richtigen Menschen und nun wusste wirklich jeder wie Ernst ich die Sache nehme. Lange Rede kurzer Sinn, ich habe es schlussendlich tatsächlich ins Team geschafft. Doch richtig realisieren kann ich es selbst nach einem Jahr noch nicht.


Nach der offiziellen Vorstellung aller Frontrunner die es 2017 ins Team geschafft haben, schrieb jeder einzelne ein paar Zeilen über sich. So lernte man sich schnell besser kennen. Generell ist der Zusammenhalt im Team sehr familiär, als würde man sich schon Jahre kennen und dabei bin ich doch gerade erst neu ins Team gerückt. Noch sehr beflügelt von all dem Neuen, lief ich im März bei meinem Frühjahrsmarathon in Wien eine neue persönliche Bestzeit und konnte mich um 12 min verbessern.

 

Bald darauf fand das erste Team-Meeting in Neuss statt. Es war etwas ganz besonderes. Nicht etwa weil es mein erstes Meeting war, sondern weil es das erste internationale ASICS FrontRunner Meeting war. Und ich war dabei, MEGA! 146 FrontRunner aus 16 Nationen kamen an diesem Wochenende zusammen. Und wir bekamen einiges geboten. Neben einer tollen neuen Ausstattung gab es jede menge Sport, interessante Vorträge und Präsentationen, Fotoshootings, einen Videodreh sowie Party bis zum abwinken. Ja FrontRunner können nicht nur schnell laufen, sondern auch feiern. Da solch ein Event mit sehr viel Arbeit verbunden ist, habe ich dem Team im Vorfeld meine Hilfe angeboten. Diese wurde auch dankend angenommen und so konnte ich in den vier Tage das Team im Hintergrund tatkräftig bei der Umsetzung unterstützen. Klar blieben dadurch einige Programmpunkte für mich auf der Strecke, aber mir war es ehrlichgesagt wichtiger, dass ich dem Team durch meine Unterstützung helfen konnte. Es war auf jeden Fall ein Event an das ich mich sehr gern zurück erinnere.


Im Anschluss daran begann für mich die Vorbereitung für meinen nächsten Marathon in Berlin. Für dieses Vorhaben holte ich mir erstmals professionellen Rat von Marco Schneider, ebenfalls ASICS FrontRunner. Dieser schrieb mir dann, einen auf mein Ziel hin abgestimmten Trainingsplan. Ich wollte auf dem sehr flachen Stadtkurs meine Zeit nochmals verbessern. Doch das Training verlief über einen langen Zeitraum alles andere als optimal. Ich hatte ständig mit kleineren Verletzungen vorlieb nehmen müssen, die mich immer wieder in meinem Plan zurückwarfen. Letztendlich verlief der Marathon, ähnlich wie die Vorbereitung, alles andere als Ideal. Bis zur Hälfte des Rennens war ich noch auf Kurs 3:15h, was auch meiner ursprünglich angepeilten Zeit entsprach. Doch dann hatte ich plötzlich mit Krämpfen in der Bauchdecke zu kämpfen, die mich dazu zwangen das Tempo zu drosseln. Und somit erreichte ich das Ziel in 3:45h. Nicht jede Vorbereitung bzw. jedes Rennen verläuft Ideal, aber man erhält dadurch wichtige Erkenntnisse für die noch anstehenden Wettkämpfe.

 


Und somit lag der Fokus auf dem nächsten Team-Meeting, im Rahmen des Mainova Frankfurt Marathon. Das Wochenende begann für mich bereits am Freitag. Ich durfte gemeinsam mit einer kleinen Truppe an Helfern, die Taschen mit der neuen Ausstattung packen, die jeder Teilnehmer bei der Ankunft erhielt. Nebenbei waren auch noch einige Dinge aufzubauen damit das Programm am Samstag wie geplant starten konnte. Ich fuhr mit Antonia Rick und Sandra Blanz noch die Lokation für Sonntag Abend ab und danach ging es dann auch schon direkt ins Mövenpick Hotel zum Fokusgruppengespräch in kleiner Runde. Es hat mich sehr gefreut, dass ich als Neuling daran teilnehmen durfte. Der Samstag bestand aus Vorträgen, Fotoshootings, einem Treffen mit Jan Frodeno, einem kurzen Besuch auf der Messe und einer Gruppenhypnose mit Daniela Dihsmaier. Gerade die Hypnose hat mich sehr begeistert. Ich stand dem ganzen bislang immer mit einer gewissen Skepsis gegenüber. Deshalb war ich sehr überrascht, dass es bei mir tatsächlich funktioniert hat. Eine wirklich tolle Erfahrung die ich jedem nur empfehlen kann. Zum Ausklang des Tages gab es noch ein gemeinsames Abendessen im Mövenpick Hotel. Sonntag stand natürlich der Marathon im Fokus. Aber vorher gab es noch mal ein gemeinsames Fotoshooting. Ich lief diesmal gemeinsam mit Antonia Rick, Willhelm Schüttler und Oliver Hartig in der Staffel mit und startete als Schlussläufer. Somit durfte ich in die Festhalle einlaufen. Die Atmosphäre in der Halle war schon sehr beeindruckend. Dann hieß es umziehen und ab in die PAS Bar zur Abschlussparty. Hier wartete schon ein leckeres Buffet auf uns. Im weiteren Verlauf des Abends wurden noch die „FrontRunner des Jahres“ gekürt. Die Wahl viel hier auf Matthias Schwarze und Judith Havers. Mein persönlicher Höhepunkt war die völlig überraschende Auszeichnung zum „Newcomer des Jahres“. Ich hatte bis dato noch nicht mal gewusst das es diese Auszeichnung überhaupt gibt. Umso mehr erfüllt es mich mit Stolz und ich bin dankbar dass ich die Chance erhielt ein Teil dieses wunderbaren Teams zu werden und auch in diesem Jahr das Logo auf der Brust tragen darf. Vielen Dank für dieses großartige erste Jahr mit Euch und ich freue mich riesig auf die kommenden Events.

 


Ich wünsche allen Lesern und Bewerbern 2018, auf diesem Weg viel Glück und Erfolg beim erreichen der eigenen Ziele.

 #iMoveMe

erstellt von
portrait

Stefan Laake

Fliesenleger aus Lützelbach

Altersklasse: M-30

Trainer: Marco Schneider

MEINE DISZIPLINEN
half_marathon trail 10k marathon
MEINE DISZIPLINEN
half_marathon trail 10k marathon

ASICS
FRONTRUNNER

Auf Instagram