Die Frage bekomme ich jedes Jahr zur Bewerbungsphase persönlich gestellt. Ich bin seit dem Jahr 2017 dabei und ich erinnere mich noch genau, dass ich viele Luftsprünge machte, als ich das „Du bist dabei“ las. Vier Tipps, die dir weiterhelfen können beim Schreiben deiner Bewerbung.

Ich gehe also ins fünfte Jahr mit den Frontis. Das ist unglaublich. Es hat sich in diesen Jahren viel verändert, ich selbst, aber auch die Zusammensetzung des Teams. Manche bleiben, Neue kommen, und unsere Teamdynamik verändert sich dadurch natürlich auch immer wieder. Das Leben ist Veränderung. Menschen neigen dazu, sich zu wünschen, dass es bleibt wie es ist, wenn es gut ist. So geht es auch mir manchmal, dann bin ich traurig, wenn Team Mitglieder gehen. Und zugleich hat jeder Bewerber die Chance verdient, das hier zu erleben, was ich erleben darf. Was ich schreibe, ist natürlich subjektiv wie ich es empfinde. Wir sind allein in Deutschland etwa 90 ASICS FrontRunner, also gibt es natürlich auch andere Wahrnehmungen als meine. Hier ist meine Einschätzung, worauf es ankommt.

Also, jetzt mal Tacheles, wie kannst du herausfinden, ob du ins Team passt?

  1. Du läufst sehr gerne und trägst wirklich gerne ASICS?
  2. Du hast Lust auf Vernetzung mit anderen Menschen – unabhängig von Hautfarbe und Talent?
  3. Du willst dich und andere bewegen?
  4. Du bist ein Caregiver und willst andere unterstützen?

Und hier im Detail:

1. Du läufst sehr gerne und trägst wirklich gerne ASICS.

    Wenn du einfach nur kostenlos Klamotten abgreifen willst, dann bist du hier falsch! Denn wir alle engagieren uns für dieses Team. Wir schreiben Produkttests, Blogbeiträge und fühlen uns dieser Marke sehr verbunden. Jeder von uns hat seine Lieblingssschuhe und gibt dir gerne Tipps, deinen richtigen Schuh auch zu finden. Frag mal meine Familie und Freunde, die sind alle infiziert mit meiner ASICS Begeisterung. :) Hast du Lust, diesen Spirit mitzutragen?

    2. Du hast Lust auf Vernetzung mit anderen Menschen – unabhängig von Hautfarbe und Talent.

      ASICS FrontRunner gibt es mittlerweile in vielen Ländern dieser Welt. So können wir im gleichen Team sein wie jemand auf der anderen Seite der Welt! Das ist eines der wunderbarsten Benefits aus dieser Gemeinschaft wie ich finde. Denn dadurch habe ich tolle Freundschaften schließen können. Wichtig ist, dass du aufgeschlossen bist für das Anderssein, egal ob das die Hautfarbe, die Sprache oder das Lauftempo betrifft. Und auch als Persönlichkeiten sind wir natürlich sehr verschieden. In meinen Augen unterstützt es das Team sehr, wenn du neugierig auf andere Menschen bist, in Kontakt treten willst, nachfragst statt nach „Hörensagen“ zu werten, Gemeinsamkeiten suchst statt Unterschiede.

      3. Du willst dich und andere bewegen.

      ASICS ist ein Akronym für „anima sana in corpore sano“. Nach der Überzeugung der ASICS Philosophie ist körperliche Bewegung ein wichtiger oder wesentlicher Bestandteil des geistigen und psychischen Wohlbefindens ist. Du hast sicher schon gemerkt, dass ASICS gerade die Aktion #SunriseMind gestartet hat. Für jedes #SunriseMind Bild, welches öffentlich in den sozialen Medien geteilt wird, spendet ASICS an die Wohltätigkeitsorganisation Mind, die sich für psychische Gesundheit einsetzt. Die Spenden werden verwendet, um die Forschung zur psychischen Gesundheit im Sport zu unterstützen und mehr Menschen zu ermutigen, für ihr Wohlbefinden aktiv zu werden. Hast du Lust auch mal bei Sonnenaufgang aktiv zu werden und die Wirkung von Bewegung auf Körper und Geist an andere weiterzutragen? 

      4. Du bist ein Caregiver und willst andere unterstützen.

      Das in meinen Augen mit Abstand Wichtigste für einen guten Teamplayer in jedem Team ist eine Portion Demut. Eher selten in einer Welt, die sich stark über Selbstdarstellung definiert. Mit Demut meine ich nicht, dass sich jemand klein macht. Unsere Talente zu verleugnen, macht genauso wenig Sinn wie sie zu übertreiben. Der Schriftsteller C.S. Lewis hat es so ausgedrückt, als er sinngemäss schrieb: Demut bedeutet nicht, weniger von uns selbst zu halten, sondern weniger über unseren eigenen Vorteil nachzudenken.

      "Humility isn't thinking less of ourselves, it's thinking about ourselves less."

      Ich hatte vor einigen Jahren in einem Sportteam ein Erlebnis, das ich hier anführen will, wie es meiner Meinung nach nicht sein sollte: ich hatte für Läufer einen Vortrag gehalten. Und danach sind wir alle zusammen laufen gegangen. Einige Mitglieder meines Sportteams waren auch dabei. Es gab auch Neid, dass ich den Vortrag halten durfte. Das machte mich traurig, ich suchte das Gespräch, erfuhr, dass sich einiges im Team nicht für jeden fair anfühlte, bemühte mich um Verständnis und Vermittlung und hatte den Eindruck, dass ich etwas in der Wahrnehmung von Ungerechtigkeit bewegen konnte. Einige Wochen später erhielt ich eine Sprachnachricht des gleichen Teammitglieds. Er sprach mir auf die Mailbox, dass sich bei ihm eine Zuhörerin, die bei meinem Vortrag war über mich beschwert hatte. Angeblich hatte ich gesagt, dass sie nicht mit uns laufen könne, da sie „zu dick und zu langsam“ für uns sei. Ich war geschockt, das kann ich nicht gesagt haben, denn so spreche ich gar nicht. So denke ich noch nicht mal. Es fühlte sich für mich schrecklich an, dass ich nicht das Vertrauen hatte, dass ich so etwas nicht tue und es sicher ein Missverständnis war. 

      Füreinander einstehen. Wissen, was der andere fürs Team leisten kann und dass ich mich auf ihn verlassen kann, das ist ein wichtiges Gefühl, das gute Teams ausmacht. 

      Dass dieselbe Person später auch mit mehreren anderen Menschen in diesem Sportteam so umging, erschreckte mich und ich griff schließlich ein, obwohl ich von allen Parteien die Beweggründe verstand. Doch ein Team braucht psychologische Sicherheit im Umgang miteinander. Konflikte sind fair zu lösen. Ich erntete viel Ablehnung, denn den wenigstens war natürlich klar, was "hinter verschlossenen Türen" vorgefallen war. Gewünscht hätte ich mir, dass mir mehr Menschen in diesem Sportteam vertraut hätten.

      Das ist lange her. Dieses Team gibt es in der Form nicht mehr. Doch dieser Konflikt hat mich für meine Zukunft geprägt: Egal wie nah mir ein Teammitglied steht, mir ist ein fairer Umgang im Miteinander wichtig – auch bei Meinungsverschiedenheiten. Das Konzept der Psychologischen Sicherheit ist die gemeinsame Einigkeit darüber, dass ein Teammitglied bei internen Unstimmigkeiten oder bei Fehlern, die es aus mangelnder Erfahrung und in bester Absicht machte, keine negative Konsequenzen wie Mobbing fürchten muss. Teammitglieder, die sich von ihrem Team respektiert und akzeptiert fühlen, verspüren psychologische Sicherheit und trauen sich etwas zu und wollen gemeinsam etwas bewegen, die Teamleistung steigt. Psychologische Sicherheit ist das Vertrauen des ganzen Teams in einen fairen Verhaltenskodex und die Entscheidung jedes Einzelnen, alle Teammitglieder wohlwollend wahrnehmen zu wollen. 

      Bei den ASICS FrontRunnern suchen wir Menschen, die Lust auf den Austausch haben, Lust auf Diversifikation und Lust auf gegenseitigen Respekt und Unterstützung.

      Vielleicht ist das zu hoch gegriffen, doch ich möchte als Teil des Teams der ASICS FrontRunner dazu beitragen, dass wir einander psychologische Sicherheit und Wohlwollen geben, um noch mehr gemeinsam zu bewegen. Hast du auch Lust ein Caregiver zu sein? Und worin könnte deine Stärke für uns als Team liegen?

      Wir freuen uns auf dich!


      Bildquellen: Alle Fotos aufgenommen von Andy Astfalck; ausser Header Foto - das ist von Stephan Wieser

      erstellt von
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      Daniela Dihsmaier

      Coach für Persönlichkeitsentwicklung und Mentaltraining von München

      Altersklasse: W40
      Verein: TRITIME WOMEN Team
      Trainer: Susanne Buckenlei

      Meine Disziplinen
      Triathlon Olympische Distanz Triathlon Langdistanz

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