
Beim Zürich Halbmarathon stand für einmal nicht der perfekte Trainingsplan im Fokus, sondern das Laufen nach Gefühl. Ohne grosse Vorbereitung, aber mit viel Neugier stellte sich unser Team Mitglied René Scherer an die Startlinie – offen für alles, was dieser Tag bringen würde. Was folgte, war kein Rennen für Bestzeiten, sondern eines, das zeigte, wie viel Freude und Energie im ungezwungenen Laufen stecken kann.
Vorbereitung - Fehlanzeige
Meine Vorbereitung? Ehrlich gesagt: Die gab es so nicht wirklich. Keine Intervalle, keine Longruns, nichts. Viel Sport, viel Bewegung, aber kein klassischer Halbmarathon-Plan. Und genau deshalb war ich gespannt, was passiert.
Mein letzter Halbmarathon war derjenige in Sarnen vor über einem halben Jahr, danach bin ich nicht mehr wirklich oft über 10km gelaufen.
Vor dem Start: Gemischte Gefühle, wie reagiert der Körper, machen die Beine mit. Kein Druck, ich kann ja schliesslich auch einfach aufhören, aber auch die Frage: Was liegt heute drin? Klar, eine Personal Best wird es nicht. Ich peilte für mich innerlich so grob die 2h Marke an. Wusste somit ich muss ca. eine 5.40er Pace laufen. Schaffe ich das über 2h ohne grosse Vorbereitung?
Schauen wir mal, einfach los und Spass haben!
Guter Flow, Bio-Pause und gegen Ende nochmals angezogen
Die ersten Kilometer liefen einfach. Flow, gute Beine, Stimmung entlang der Strecke, Zürich kann das. Irgendwo mittendrin, dann dieser Moment, wo du merkst: jetzt wird es Arbeit. Aber genau da beginnt es ja spannend zu werden. Ich hatte eine kurze Bio-Pause drin (ja, real life gehört auch dazu), konnte danach aber wieder sauber in meinen Rhythmus finden was für mich der grösste Win war.
Gegen Ende merkte ich dann: Da ist noch Energie da und ich habe sogar nochmal die Pace angezogen. Nicht, weil ich musste, sondern weil ich konnte und es sich gut angefühlt hat.
Kein Personal Best. Kein perfektes Rennen. Aber eines, das einfach gut getan hat.
Die Energie am Strassenrand
Dieses Setting bei so einer Veranstaltung pusht halt schon nochmal enorm und gibt einem sehr viel. Die Leute am Strassenrand, die deinen Namen schreien und dich anfeuern, ohne dich zu kennen. Pure Energie!
Und genau darum geht’s für mich:
Laufen, den Kopf frei bekommen, den Körper spüren und am Ende stolz auf das sein, was man gerade geschafft hat.
Eine neue persönliche Bestzeit ist natürlich toll, aber ein Lauf, den du rundum geniessen kannst und der Spass macht, ist viel mehr Wert! Da spielt die Zeit keine Rolle mehr.
Meine Take-Aways
Ich bin so oder so stolz auf mich. Ein Halbmarathon sind halt immer noch 21.1km und das ist eine riesige Leistung.
Meine Learnings:
Und an alle, die überlegen, mal einen Halbmarathon zu laufen:
Mach es. Du musst nicht perfekt vorbereitet sein, du musst einfach starten. (Ausser du startest gerade erst mit dem Laufen).

