
Leitfaden fĂŒr Intervalltraining
January 5, 2026
Das Intervalltraining ist eine der besten Methoden, um deine Lauffitness zu verbessern, und sollte auf jeden Fall Teil deiner Vorbereitung auf einen Lauf sein â egal, ob du 5 km, 10 km, einen Marathon oder eine andere Distanz lĂ€ufst. Unser Leitfaden fĂŒr das Intervalltraining erklĂ€rt die Grundlagen dieser Trainingsmethode und bietet verschiedene Beispiele, die du ausprobieren kannst.
Wie funktioniert Intervalltraining beim Laufen?
Das Intervalltraining ist eine Form des Trainings, bei der sich Phasen hoher IntensitĂ€t mit Phasen geringer IntensitĂ€t/Ruhe abwechseln. Beim Laufen wird in der Regel eine bestimmte Strecke oder eine bestimmte Dauer zurĂŒckgelegt, eine Pause eingelegt und dann das Ganze wiederholt.Â
Seit der tschechische Olympiasieger Emil Zapotek das Intervalltraining in den 1950er Jahren populĂ€r gemacht hat, wird es von Trainern und Sportlern eingesetzt. Das Intervalltraining ist besonders dann hilfreich, wenn du schon seit einiger Zeit lĂ€ufst, aber an einem Punkt angelangt bist, an dem du nicht mehr schneller wirst. Untersuchungen zeigen, dass erfahrene LĂ€ufer, die IntervalllĂ€ufe in ihr Training einbauen, deutliche Verbesserungen feststellen.Â
Welche Vorteile hat Intervalltraining?
Intervalltraining bietet LĂ€ufern zahlreiche Vorteile, wie zum Beispiel:
Eine hochprÀzise Messung der Fitness: Da die meisten Intervalltrainingseinheiten bestimmte Distanzen und Zeiten kombinieren, kannst du deine Fortschritte eindeutig messen.
Erhöht die anaerobe KapazitĂ€t: Bei schnellem oder intensivem Training kann das aerobe System deines Körpers nicht mit den Anforderungen Schritt halten, sodass es unter Sauerstoffmangel Energie erzeugt. Je mehr Intervalltraining du machst, desto besser kann dein Körper anaerobe Ăbungen ausfĂŒhren.
Verbessert deine Performance: Wir haben alle schon einmal ein Plateau in unserem Training erreicht â einen Punkt, an dem wir uns nicht mehr verbessern können. Intervalltraining kann dich auf dein nĂ€chstes Fitnesslevel bringen, indem es die LeistungsfĂ€higkeit deines Körpers steigert.
Kann die Laufökonomie verbessern: Studien deuten darauf hin, dass Intervalltraining die Laufökonomie verbessern kann. Einfach ausgedrĂŒckt wird damit die FĂ€higkeit deines Körpers bezeichnet, Sauerstoff und Energie effizient zu nutzen.Â
Schnellerer Gewichtsverlust: Das Intervalltraining verbrennt in derselben Zeit deutlich mehr Kalorien als lockeres Joggen und hilft dir so beim Abnehmen, wenn das eines deiner Ziele ist. Dies wurde in verschiedenen Studien bestĂ€tigt.Â
Mehr SpaĂ: Vielleicht bieten dir IntervalllĂ€ufe eine willkommene Abwechslung und eine neue Herausforderung fĂŒr dein Training, was auch deine Motivation steigern kann. Â
6 Ăbungen fĂŒr das Laufintervalltraining
Baue doch bei deiner nĂ€chsten Lauf-Session einige der folgenden IntervalltrainingsĂŒbungen in dein Training ein. Intervalltraining auf einer Laufbahn oder einem Laufband fĂ€llt dir vielleicht leichter, weil du die Distanz genau messen kannst und nicht darĂŒber nachdenken musst. Trotzdem gibt es vielleicht in deinem nĂ€chstgelegenen Park eine einheitliche Strecke, die du als MessgröĂe verwenden kannst â zum Beispiel entlang der Seitenlinien eines FuĂballfeldes.
Auch eine Stoppuhr ist von Vorteil â die meisten Sportuhren verfĂŒgen ĂŒber eine Stoppuhr und eine Zwischenzeitfunktion, was eine groĂe Hilfe sein kann. Du kannst auch eine Lauf-App verwenden, um deine Zeiten zu erfassen.
Hier sind sechs beliebte LaufĂŒbungen fĂŒr das Intervalltraining:
RundenlĂ€ufe: Rundenwiederholungen sind die klassische Intervalltrainingsmethode. Lauf auf deiner örtlichen Laufbahn oder einer anderen 400-Meter-Strecke diese Distanz so schnell wie möglich. Mache nach Abschluss eine Pause und ruhe dich aus. Warte, bis deine Herzfrequenz auf mindestens 120 BPM gesunken ist, bevor du die Ăbung wiederholst. Notiere die Zeit jeder Runde und nach einigen Wochen sollte sich deine Geschwindigkeit erhöht und die Zeit, die du fĂŒr eine Runde benötigst, verkĂŒrzt haben, selbst nach einigen Wiederholungen. Du kannst das Training noch intensiver gestalten, indem du auch die Erholungszeit verkĂŒrzt.
Leiterlauf: Mit LeiterĂŒbungen kannst du die IntensitĂ€t deines Intervalltrainings steigern. Beginne mit einem 200-Meter-Sprint, erhole dich eine Minute lang und erhöhe dann auf 400 Meter. Erhole dich wieder eine Minute lang und wiederhole den Sprint, diesmal ĂŒber 600 Meter, dann ĂŒber 800 Meter und schlieĂlich ĂŒber einen ganzen Kilometer.
Pyramiden: Pyramiden sind eine Alternative zur âStandardleiterâ. Man beginnt bei 200 Metern, steigert sich auf 400 Meter und dann auf 600 Meter. Dann geht es wieder auf 400 Meter und dann auf 200 Meter herunter, und der Vorgang wird wiederholt.
Ein- und AuslĂ€ufe: Gehe auf deine heimische Laufbahn und versuche, insgesamt mindestens einen Kilometer zu laufen. FĂŒr die Ein- und AuslĂ€ufe sprintest du auf den Geraden der Bahn, gehst dann in den Kurven in einen lockeren Lauf ĂŒber und beschleunigst dann auf der nĂ€chsten Geraden wieder fĂŒr einen Sprint.
Berglaufwiederholungen: Suche dir einen geeigneten HĂŒgel oder eine Steigung zum Trainieren. Ziele auf eine Markierung, die 30â45 Sekunden vom FuĂ des HĂŒgels entfernt ist. Sprinte darauf zu und gehe oder jogge dann langsam den HĂŒgel hinunter zu deinem Ausgangspunkt. Wiederhole diesen Vorgang, bis du erschöpft bist. BerglĂ€ufe sind sehr anspruchsvoll, also solltest du es bei den ersten paar Sessions am Berg nicht ĂŒbertreiben und deinem Körper Zeit zur Erholung geben.Â
Fartlek-Training: Das Fartlek-Training ist streng genommen kein Intervalltraining, lehnt sich aber in einigen Aspekten daran an und ist besonders nĂŒtzlich, wenn du kein Mitglied eines Leichtathletikvereins oder Fitnessstudios bist oder lieber in der freien Natur lĂ€ufst. Es handelt sich im Wesentlichen um ein unstrukturiertes Intervalltraining, bei dem du verschiedene Objekte in deiner Sichtlinie auswĂ€hlst und abwechselnd darauf zu sprintest oder joggst. WĂ€rme dich in deinem nĂ€chstgelegenen Park auf und sprinte dann auf einen Baum in der NĂ€he zu. Verlangsame das Tempo und jogge weiter zu einem anderen Busch, bevor du wieder in einen Sprint ĂŒbergehst und auf einen Pfosten zurennst, und so weiter.
Intervalltraining fĂŒr verschiedene StreckenlĂ€ngen
Die Art der IntervalltrainingsĂŒbungen, die du machst, sollte sich an der Art der Distanz orientieren, auf die du trainierst. Wenn du fĂŒr einen 5-km-Lauf trainierst, konzentrierst du dich auf kĂŒrzere Intervalle mit höherer Geschwindigkeit. Wenn du einen Marathon in persönlicher Bestzeit laufen möchtest, solltest du beim Intervalltraining lĂ€ngere Laufzeiten und ein langsameres Tempo einplanen.Â
Hier findest du einige VorschlĂ€ge fĂŒr das Intervalltraining bei verschiedenen Laufdistanzen:
Bei einem 5-km-Lauf: FĂŒhre im Rahmen deines wöchentlichen Trainings 30-sekĂŒndige Berglaufwiederholungen durch, bei denen du mehrmals mit voller Geschwindigkeit den Berg bis zur Erschöpfung hinauf sprintest.Â
Bei einem 10-km-Lauf: Nimm dir einmal pro Woche 30 Minuten Zeit, um Leitern zu machen. Lauf auf jeder âSprosseâ der Leiter schneller als deine normale Wettkampfzeit.Â
Bei einem Marathon: Nimm dir im Rahmen deines Marathon-Trainingsplans eine Stunde Zeit, um mehrere 2-km-Runden zu wiederholen, bei denen du knapp ĂŒber deiner Wettkampfzeit lĂ€ufst.Â
Tipps:
8 Ideen fĂŒr eine schnellere Marathonzeit
Du möchtest Intervalltraining ausprobieren?
Mit Intervalltraining kannst du dein Training wunderbar optimieren â insbesondere, wenn du ein Plateau erreicht hast. Integriere regelmĂ€Ăige Intervalltrainings in deine Routine und du solltest bei deinem nĂ€chsten Wettkampf eine Verbesserung deiner Laufzeit und Geschwindigkeit feststellen und vielleicht sogar deinen persönlichen Bestwert ĂŒbertreffen.Â
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