Alles Gute zum-Geburtstag!

by Tien-Fung Yap / Dec. 01, 2018
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Frankfurt-Marathon

Das geile Wochenende ist jetzt schon einige Wochen alt. Nachdem ich jetzt die Gedanken und die Gefühle sortiert und archiviert habe, versuche ich in ein Paar Zeilen das Erlebte auf Papier zu bringen.

 

Samstag, den 27.10.2018 begann um 10 Uhr das Treffen mit den anderen ASICS FrontRunnern in der Messehalle Frankfurt. Den einen oder anderen FrontRunner/in kennt man aus den Volksläufen oder aus den sozialen Netzwerken. So war es bei diesem Saisonabschluss-Meeting auch mal schön die anderen Familienmitglieder persönlich und näher kennenzulernen.

Nach der Begrüßung von Jan-Eric und Toni standen auf dem Programm einige Vorträge.

Es ging um die neuesten Produkte, die demnächst auf den Markt kommen werden, sowie um nationale und internationale Ziele/ Pläne der ASICS FrontRunner.

Im Anschluss folgte ein Interview mit Ironman-Star Jan Frodeno, bei dem wir ihn auch Fragen stellen durften.

Ein super authentischer Typ, der uns erzählte wie er mental mit seiner jetzigen Verletzung umgeht. Er versuchte uns näher zu bringen, dass wir in einer schlechten Phase nicht im Konjunktiv denken sollten. Vielmehr sollten wir uns bewusst machen, was wir bisher erreicht und geschafft haben.

Nach der Ladung Motivation ging es weiter zum Fotoshooting und zu einer Lockerungseinheit mit der Blackroll bei Anita. Es bestand auch die Möglichkeit, sich für die Durchführung einer Foot-ID einzutragen. Dabei wird mit Hilfe eines Messgerätes die Fußbelastung gemessen und ein individuelles Profil für die Füße erstellt. Anhand der Daten lässt sich daraus ableiten, welcher Laufschuh für den Läufer geeignet wäre.

Um 18 Uhr ging es zum gemeinsamen Carbo loading. Nach einer kleinen Dehnungseinheit ging es für Max und mich dann auch schon ins Bett.

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Am nächsten Morgen, den 28 Oktober, ah ja das ist ja mein Geburtstag. Entweder gibt es heute was zu feiern oder ich verderbe mir selbst meinen Geburtstag. Denn nach der desaströsen Vorbereitung, wo ich immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde und keine Tempoeinheiten machen konnte, war es gar nicht klar, ob ich überhaupt unter 3 Stunden laufen könnte, um nächstes Jahr beim IPC-Weltcup in London erneut dabei zu sein.

Das frühe Aufstehen um 6 Uhr war schon mal das geringste Problem. Durch die Zeitumstellung hatten wir eine Stunde mehr Zeit, um uns entspannt auf das Rennen um 10 Uhr vorzubereiten.

Nach dem Frühstück und dem routinierten Fertigmachen ging es in die Festhalle, um dort unsere Sachen zu deponieren. Wir ASICS FrontRunner hatten dort eine VIP-Area und hatten mit der Kleiderabgabe keinen Stress.

Stress frei, aber dennoch mit voller Anspannung ging es um 9:45 Uhr zum Startblock.

Schon auf dem Weg dahin zeigte der Thermometer 6 Grad an. Durch den starken Wind fühlte es sich noch um ein Paar Grade kühler an.

Punkt 10 Uhr ertönt der Startschuss. Max und ich mussten irgendwie schauen, dass wir aus dem Läufer-Pulk gut rauskamen. Bei dieser Masse an Läufern in Frankfurt ist es eben nicht leicht, als Lauftandem sich davon zu machen. Es kam uns eigentlich auch recht, dass wir den Marathon langsam angehen und es dann progressiv zu steigern.

In der Vergangenheit ging diese Taktik eindrucksvoll auf, was mir zu meiner PB verholfen hatte. So liefen wir die ersten 5 km mit einer Durchschnittspace von 4,20 min/km.

Es lief sehr easy und locker und wir beschleunigten die Pace um ein paar Sekunden. Als wir den Zugläufer für 3 Stunden sahen, hängten wir uns an der Riesengruppe dran.

Somit hatten wir stets eine zeitliche Orientierung und konnten nicht überpacen.

Der Nachteil der ganzen Sache war, dass viele Läufer der Riesengruppe uns an den VPs im Weg standen, was meinen Guide Max durchaus Schwierigkeiten bereitete mir die gewünschten Getränke zu holen. Glücklicherweise war es nicht so warm und man kam auch mit wenig Flüssigkeit aus.

Da ich mich erstaunlicherweise sehr gut fühlte, beschlossen Max und ich vor der Halbzeitmarke die Gruppe hinter uns zu lassen.

Die erste Hälfte schlossen wir mit einer Zeit von 1:28 h ab und hatten somit knapp 2 Minuten Puffer, um unter 3 h zu bleiben. Kurz danach knickte ich unglücklicherweise mit dem rechten Fuß über einer Flasche um. Zuerst befürchtete ich das Schlimmste: dass es nicht mehr weiter ging. Wir nahmen erstmal das Tempo ein wenig raus. Nachdem der Schmerz einigermaßen verflogen war, konnten wir das Tempo wieder sukzessiv forcieren.

Die Pace passte wieder und mein Fuß ließ mich auch in Ruhe.

Es kam uns immer wieder mal ein Gegenwind entgegen, was schon mal unangenehm sein konnte. Aufgrund der eisigen Kälte merkte ich meine Wadenmuskulatur, wie sie anfangen wollten zu krampfen. Es lief zum Glück ohne Krampf weiter und wir konnten die Pace bei km 35 noch halten. Erst die letzten 5 km hatte ich etwas zu kämpfen gehabt, während Max mich immer wieder versuchte zu pushen.

Dann, endlich der unbeschreiblich geile Zieleinlauf in die Festhalle! Die Uhr blieb für uns bei 2:57:48 h stehen! Trotz der suboptimalen Vorbereitung von Max und von mir blieben wir nur 1 Minute über meiner PB, was ich gar nicht für möglich gehalten hätte.

Mit der Zeit hatten wir die Quali für den IPC-Weltcup im nächsten Jahr in der Tasche.

Nachdem wir uns geduscht hatten und wieder frisch waren, trafen wir uns mit anderen Fronties zum Abendessen. Im Anschluss wurden die Frontrunner/in des Jahres gekürt.

Hier von mir noch mal ein Glückwunsch an Nikki Johnstone und Kerstin Bertsch.

Danach konnte die ASICS Frontrunner Party steigen!

 

Mein Resümee zum Wochenende:

Ein geileres Geburtstagsgeschenk konnte ich gar nicht bekommen. Erst das tolle ASICS Frontrunner Meeting und dann noch die Quali gelaufen.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an das ASICS Frontrunner Team und die Organisatoren/Leiter um Antonia, Andrea, Sandra und Jan-Erik.

Ebenso geht ein großes Dankeschön an die Fotografen Jörg Schüler und Andy Astfalck für die bildlichen Momentaufnahmen.

Zum Schluss und nicht zu vergessen, möchte ich mich noch an meinen ewigen Begleitläufer Max bedanken.

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erstellt von
portrait

Tien-Fung Yap

Physiotherapeut aus Mainz

Altersklasse: M20

Verein: BSG Mainz

Trainer: Marion Peters

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