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Two runners in ASICS clothing running

Die richtige Lauftechnik: Tipps und Strategien fĂŒr besseres Laufen

March 10, 2025

Der menschliche Körper ist hervorragend fĂŒrs Laufen ausgelegt – unsere Vorfahren praktizieren diese Art der Fortbewegung seit Jahrtausenden, und die Laufmechanik unseres Körpers ist perfekt darauf abgestimmt. Da Laufen etwas so NatĂŒrliches ist, denken die wenigsten Menschen darĂŒber nach, ob sie es „richtig“ machen oder nicht. Trotzdem kann es nĂŒtzlich sein, sich ĂŒber die richtige Lauftechnik zu informieren, da sie einen ĂŒberraschend großen Einfluss auf das Lauferlebnis haben kann.

Ray Bass, Personal Trainer und Mitglied des ASICS Runkeeper-Teams, sagt dazu: „Egal, ob du schon seit Jahren lĂ€ufst oder erst vor Kurzem mit dem Laufen angefangen hast, kannst du immer eine schlechte Lauftechnik haben.“

Eine falsche Lauftechnik kann zu verschiedenen Problemen fĂŒhren, darunter Beschwerden, Verletzungen und Erschöpfung. Im Gegensatz dazu sorgt eine korrekte Lauftechnik fĂŒr mehr Sicherheit, Spaß und Effizienz beim Laufen. Außerdem können bessere Laufzeiten erzielt werden. Eine Studie ergab, dass unterschiedliche Lauftechniken 31 % der Schwankungen in der Saisonbestleistung von LĂ€ufer*innen erklĂ€ren.

In diesem Artikel werden wir die Prinzipien einer guten Lauftechnik erlĂ€utern und zeigen, wie diese aussieht. Außerdem werden wir uns einige Techniken ansehen, mit denen du deinen Laufstil verbessern kannst.

Wie sieht die richtige Lauftechnik aus?

Eine korrekte Lauftechnik ist schlicht und einfach die sicherste und effizienteste Art zu laufen. Sie ermöglicht es dir, dich komfortabel und schnell zu bewegen, ohne deinen Körper ĂŒbermĂ€ĂŸig zu belasten.

Dies sind die Grundlagen einer guten Lauftechnik, wobei wir spÀter noch nÀher auf die Details eingehen werden:

  • Deine FĂŒĂŸe sollten direkt unter dem Körperschwerpunkt landen.
  • Du solltest eine aufrechte Haltung beibehalten.
  • Du solltest seitliche Bewegungen vermeiden.

Unter LĂ€ufer*innen wird darĂŒber diskutiert, was eine gute Lauftechnik ausmacht. Manche Menschen glauben, dass der Körper beim Laufen seinen eigenen natĂŒrlichen Rhythmus findet, und dass es daher nicht nötig ist, diesen zu beeinflussen. Schließlich ist der menschliche Körper zum Laufen geschaffen. Andere sind der Meinung, dass LĂ€ufer*innen genau wie Tennisspieler*innen, die bessere Techniken fĂŒr das Schwingen eines SchlĂ€gers erlernen, lernen können, sich besser und wirksamer zu bewegen.


Probleme beim Laufen

Viele Menschen laufen auf eine Art und Weise, die das Risiko von Beschwerden oder sogar Verletzungen erhöhen kann. Ein Teil dieser Probleme hĂ€ngt mit der Form zusammen, bei anderen geht es um die AusrĂŒstung oder die Kraft.

  • Zu weit nach vorne gelehnt: Ein leichtes Vorbeugen ist völlig in Ordnung, eine krumme Haltung kann jedoch zu unnötigen Belastungen im Nacken- und Schulterbereich fĂŒhren und erschwert möglicherweise auch das Atmen.
  • Überstreckung: Wenn du deine Beine ĂŒberstreckst, sodass sie bei jedem Fußauftritt weit vor dir sind, wirken sie wie eine Bremse beim Laufen. Bei dieser Körperhaltung wird auch viel mehr Kraft auf die Gelenke ĂŒbertragen.
  • Schwingung: Seitliche Bewegungen verbrauchen unnötig viel Energie.
  • Pronation: Die Pronation bezeichnet die Art und Weise, wie deine FĂŒĂŸe beim Gehen den Boden berĂŒhren. Manche Menschen laufen mit Über- oder Unterpronation. Mit StabilitĂ€tsschuhen wie dem GEL-KAYANOℱ können Schmerzen und Beschwerden gelindert werden.
  • Beinhaltung: Manche knicken beim Laufen mit den Knien nach innen oder zur Seite weg. Dies kann eine große Belastung fĂŒr die Gelenke darstellen. Krafttraining kann zu einer stabileren Beinposition beitragen. Weitere Tipps findest du weiter unten.


Oberweite und Laufstil

Wenn sich deine BrĂŒste beim Laufen bewegen, kann das sehr unangenehm sein. Um Beschwerden zu vermeiden, kann es sein, dass du dein Laufmuster korrigierst. Aber diese VerĂ€nderungen können sich wiederum auf deine Laufform auswirken.

Ein gut sitzender, stĂŒtzender Sport-BH sollte dieses Problem beheben.

5 Tipps fĂŒr die perfekte Lauftechnik

Wir haben fĂŒnf einfach umzusetzende Maßnahmen fĂŒr eine gute Lauftechnik fĂŒr dich zusammengestellt.

1. Schau geradeaus

Auch wenn es offensichtlich klingt, gehört der Blick nach vorne zu einer guten Lauftechnik unbedingt dazu. Versuche, mit erhobenem Kopf zu laufen und den Blick ein paar Meter nach vorne zu richten.

Viele LĂ€ufer*innen schauen direkt auf den Boden vor ihren FĂŒĂŸen, was besonders beim Laufen auf dem Laufband der Fall ist. Das bedeutet, dass sie ihren Kopf ein wenig nach vorne neigen. Dadurch können jedoch Verspannungen und Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich entstehen.

2. Achte auf eine aufrechte Haltung

Eine aufrechte Haltung ist fĂŒr eine korrekte Lauftechnik wichtig. Die Schultern sollten sich direkt unter den Ohren befinden. Dein RĂŒcken sollte gerade, dein Rumpf angespannt und deine Schultern entspannt sein. Du kannst dich auch leicht nach vorne beugen.

Viele LĂ€ufer*innen krĂŒmmen sich jedoch nach vorne – besonders, wenn sie am Ende eines lĂ€ngeren Laufs mĂŒde sind. Dies kann jedoch wiederum zu Nacken- und Schulterschmerzen fĂŒhren und auch die Atmung leicht einschrĂ€nken. Wenn du bemerkst, dass du eine krumme Haltung einnimmst, ziehe deine Schultern nach hinten und strecke deine Brust heraus.

3. Versuche, mit dem Mittelfuß aufzutreten

Wenn du lĂ€ngere Strecken lĂ€ufst, also alles, was langsamer ist als ein Sprint, solltest du generell versuchen, mit dem Mittelfuß aufzusetzen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Körper direkt ĂŒber dem Fuß befindet, was dabei hilft, die Kraft beim Laufen gleichmĂ€ĂŸig auf den Körper zu verteilen.

Um zu verstehen, warum ein Mittelfußaufsatz fĂŒr die Laufform besser ist, hilft ein Vergleich mit anderen Arten des Aufsetzens:

  • Vorfußauftritt: Du landest auf dem Fußballen und stĂ¶ĂŸt dich mit den Zehen ab. Der Rest deines Fußes kommt nicht mit dem Boden in Kontakt. Dies ist die richtige Form fĂŒr den Sprint, aber nicht fĂŒr andere Laufarten.

Risiken: Belastet deine Achillessehne und Wadenmuskeln viel stÀrker.

  • Fersenauftritt: Du landest auf der Ferse, wobei deine Zehen in die Luft zeigen. Zum Abstoßen wird der Fuß nach vorn gerollt. Dies ist der normale Fußauftritt beim Gehen.
  • Risiken: Deine Ferse wirkt wie eine Bremse, wodurch du langsamer wirst. Hierbei werden Schienbeine und Knie viel stĂ€rker belastet, was zum Schienbeinkantensyndrom fĂŒhren kann.

Verwandtes Thema: Wie du Laufverletzungen vorbeugst


4. Lockerer Armschwung

Auch das Schwingen deiner Arme trĂ€gt zu einer guten Laufform bei. Halte deine Arme an deiner Seite, beuge deine Ellbogen und schwinge sie rhythmisch von der Schulter aus. Deine HĂ€nde sollten sich am Ende des Schwungs nicht hinter deiner HĂŒfte befinden. Mit dieser rhythmischen Bewegung kannst du dich selbst antreiben. Auch deine HĂ€nde sollten entspannt sein und sich in einer lockeren Hohlhandposition befinden.

Manche LĂ€ufer*innen schwingen ihre Arme vor dem Körper seitlich hin und her. Dies fĂŒhrt jedoch zu starken SeitwĂ€rtsbewegungen, die Energie verschwenden. Andere verschrĂ€nken die Arme vor der Brust. Diese Senkrechthaltung verbraucht jedoch auch Energie, und es fehlt die Schwungbewegung, die fĂŒr den VorwĂ€rtsantrieb sorgt.


5. Ziele auf eine höhere Trittfrequenz ab

Die Laufkadenz bezieht sich auf die Anzahl der Schritte, die du pro Minute machst. Bei einer höheren Schrittfrequenz machst du kĂŒrzere, leichtere Schritte. Das ist eine energieeffizientere Laufmethode, die auch die Wahrscheinlichkeit verringert, dass du dich ĂŒberanstrengst.

Du kannst deine Laufkadenz schnell berechnen, indem du mit einer Uhr misst, wie oft deine FĂŒĂŸe in einer Minute den Boden berĂŒhren. Am einfachsten ist es, nur einen Fuß zu zĂ€hlen und dann die Zahl zu verdoppeln. Auch wenn es keine „richtige“ Schrittzahl gibt, gilt eine Zahl ĂŒber 170 generell als recht hoch.

Mehr Informationen zur Laufkadenz findest du in unserem Leitfaden.

Techniken zur Verbesserung der Lauftechnik

Wenn du deine Lauftechnik verbessern möchtest, können dir die folgenden Tipps helfen.


Analysiere zunÀchst deine eigene Lauftechnik

Manchmal ist es schwierig, selbst zu beurteilen, ob man die richtige Lauftechnik hat oder nicht. Es gibt jedoch ein paar Möglichkeiten, es herauszufinden:

  • Tausche dich mit erfahrenen LĂ€ufer*innen aus: Wenn du einem Laufverein angehörst, kannst du deinen Laufstil vielleicht von anderen erfahrenen LĂ€ufer*innen analysieren lassen, um Probleme zu identifizieren.
  • Filme dich: Verwende ein Stativ oder bitte eine*n Freund*in, dich beim Laufen auf einem Laufband zu filmen. Filme dich einmal von hinten und einmal von der Seite, um deine Lauftechnik zu analysieren.
  • Sprich mit einem Coach: Ein Laufcoach kann dir sehr dabei helfen, deine Form zu beurteilen. Er kann dir auch individuelle Tipps geben, wie du dich verbessern kannst. 

Eine derartige Beurteilung deiner Laufform kann dir eine gute Baseline liefern. Wenn du Probleme identifiziert hast, kannst du dich jetzt daran machen, an ihnen zu arbeiten.

Behalte die richtige Lauftechnik im Hinterkopf

Sich ĂŒber eine gute Lauftechnik zu informieren, ist eine Sache, sie in die Praxis umzusetzen, eine ganz andere! Es erfordert Konzentration, auf seine Form zu achten und wĂ€hrend des Trainings Anpassungen vorzunehmen. Anfangs kann es sich unnatĂŒrlich anfĂŒhlen, deine Körperhaltung, deine Fußstellung oder deine Armbewegungen zu Ă€ndern. Wenn du dir beim Laufen immer wieder die richtige Form ins GedĂ€chtnis rufst, wirst du sie bald verinnerlicht haben.


Baue Kraft auf

Wenn du deine allgemeine Kraft aufbaust, kann es viel einfacher sein, eine gute Laufform beizubehalten. Core-Übungen wie Plank, Bridge oder Bicycle Crunches tragen zur Verbesserung deiner Körperhaltung bei. Und mit BeinĂŒbungen wie Kniebeugen, Ausfallschritten und HĂŒftabduktionen wird deine Beinmuskulatur gestĂ€rkt.

LaufĂŒbungen

Es gibt viele Arten von Übungen, die du in dein Trainingsprogramm einbauen kannst, um deine Lauftechnik zu verbessern, wie z. B.:

  • High Knees
  • Butt Kicks
  • Seilspringen
  • SeitwĂ€rtssprĂŒnge
  • A-Skips und B-Skips

Achte auf deine AusrĂŒstung

Mit der Zeit verlieren deine Laufschuhe allmĂ€hlich ihre Federung, DĂ€mpfung und Festigkeit. Eine gute Lauftechnik wird dadurch erschwert. Generell solltest du deine Schuhe nach etwa 500 bis 800 Kilometern ersetzen, damit du weiterhin die nötige UnterstĂŒtzung und DĂ€mpfung beim Laufen erhĂ€ltst.

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Bessere Lauftechnik – mehr Spaß beim Laufen

Durch eine bessere Lauftechnik verringerst du nicht nur dein Verletzungsrisiko, sondern kannst dich auch auf wesentlich angenehmere, effizientere und mit mehr Spaß verbundene LĂ€ufe freuen. Probier doch gleich beim nĂ€chsten Lauf ein paar unserer Tipps fĂŒr die richtige Lauftechnik aus!