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Sieben Wege, wie du RĂŒckenschmerzen beim Laufen reduzieren kannst

March 19, 2025

Bekommst du beim Laufen RĂŒckenschmerzen? Bei manchen beginnt es mit einem dumpfen Schmerz. Andere bemerken es als eine plötzliche, heftige Verkrampfung. Vielleicht bemerkst du auch ein seltsames Kribbeln oder ein SpannungsgefĂŒhl.

Was auch immer die genauen Symptome sind, RĂŒckenschmerzen als Folge des Laufens sind sehr frustrierend. Sie können dein Trainingsprogramm unterbrechen, deine Freude am Joggen in der Freizeit mindern und sogar außerhalb des Trainings Probleme machen.

In diesem Leitfaden erfĂ€hrst du, wie du RĂŒckenschmerzen beim Laufen in den Griff bekommst. Wir sehen uns zunĂ€chst einige der zugrunde liegenden Ursachen an und erlĂ€utern dann sieben Möglichkeiten, wie du RĂŒckenschmerzen beim Laufen vermeiden kannst.

Ursachen von RĂŒckenschmerzen beim Laufen

Treten beim Laufen RĂŒckenschmerzen auf, ist es immer ratsam, mit einem Arzt oder Physiotherapeuten zu sprechen. Er oder sie kann die zugrunde liegenden Ursachen ergrĂŒnden und dir eine möglichst gezielte Beratung bieten.

Es ist jedoch hilfreich, ĂŒber einige der hĂ€ufigsten Ursachen von RĂŒckenschmerzen beim Laufen Bescheid zu wissen. Sie lassen sich grundsĂ€tzlich in zwei Gruppen unterteilen:

1. VerschÀrfung bestehender Probleme

Laufen kann bereits vorhandene Verletzungen oder Probleme „aufflammen“ lassen. Beim Joggen werden die Muskeln und Knochen im unteren RĂŒckenbereich zusĂ€tzlich belastet, sodass bestehende Probleme dadurch verschlimmert werden können. Wenn du zum Beispiel bereits Probleme mit dem Ischiasnerv hast, kann Laufen diese verschlimmern.

2. Probleme, die durch Laufen verursacht werden

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist regelmĂ€ĂŸige Bewegung in der Regel mit einem geringeren RĂŒckenschmerzrisiko verbunden. Trotzdem können beim Laufen verschiedene Arten von Verletzungen auftreten:

  • Zerrungen: Die Knochen in deinem RĂŒcken werden von Muskeln und BĂ€ndern an Ort und Stelle gehalten. Beim Laufen werden diese Gewebe beansprucht und es können kleine Risse oder Überdehnungen auftreten. Eine Zerrung fĂŒhrt dazu, dass der untere RĂŒcken schmerzt und empfindlich ist.
  • Bandscheibenvorfall: Bei dieser Erkrankung wird das Gewebe zwischen den Knochen in deiner WirbelsĂ€ule verschoben. Wenn das Gewebe auf den Ischiasnerv drĂŒckt, der vom GesĂ€ĂŸ aus die Beine hinunterlĂ€uft, kann dies zu Ischiassyndrom fĂŒhren. Dadurch können starke Schmerzen, Kribbeln oder TaubheitsgefĂŒhle in den Beinen, HĂŒften oder im GesĂ€ĂŸ auftreten.
  • Schlechte Körperhaltung: Auch eine schlechte Körperhaltung kann beim Laufen zu Schmerzen im unteren RĂŒckenbereich fĂŒhren. Wenn du dich zu weit nach vorne, hinten oder zur Seite lehnst, belastest du bestimmte Muskelgruppen ĂŒbermĂ€ĂŸig.

Verletzungen: In unseren LeitfĂ€den erfĂ€hrst du mehr ĂŒber die PrĂ€vention von Laufverletzungen


Linderung von RĂŒckenschmerzen beim Laufen

Wenn du regelmĂ€ĂŸig lĂ€ufst, kann es sein, dass du irgendwann einmal Probleme beim Laufen im unteren RĂŒckenbereich bekommst. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du den Schmerz selbst lindern kannst.

Indikationen fĂŒr einen Arztbesuch: Leider können nicht alle Probleme im unteren RĂŒckenbereich, die beim Laufen auftreten, allein gelöst werden. Wenn du starke RĂŒckenschmerzen hast, die sich nicht durch Ruhe bessern, dann suche einen Arzt / eine Ärztin auf.

  • Aktive Erholung: Eine Laufverletzung lĂ€sst sich nur durch Erholung wirklich auskurieren – lass dich nicht dazu verleiten, „durch den Schmerz zu laufen“. Wenn du Schmerzen hast, solltest du das Training fĂŒr mindestens eine Woche unterbrechen. Versuche, „aktive Erholung“ zu betreiben, bei der du weiterhin spazieren gehst und dich dehnst. Im Bett oder auf dem Sofa zu liegen, kann das Problem verschlimmern.
  • Abwechselnde KĂ€lte- und WĂ€rmebehandlung: Durch eine KĂ€ltebehandlung, wie z. B. das Auflegen von EiswĂŒrfeln in Waschlappen auf schmerzende Stellen, wird die Durchblutung reduziert und EntzĂŒndungen werden bekĂ€mpft, wodurch Schmerzen gelindert werden. Wende dann eine WĂ€rmebehandlung an, zum Beispiel mit einer WĂ€rmflasche. Dadurch wird nĂ€hrstoffreiches Blut in den schmerzenden Bereich geleitet und die Heilung gefördert.
  • Rezeptfreie Schmerzmittel: Lass dich in der Apotheke zu geeigneten Schmerzmitteln beraten – damit kannst du EntzĂŒndungen lindern und die Schmerzen ertrĂ€glicher machen, wĂ€hrend du dich ausruhst.

Weitere Informationen zur Behandlung und Vorbeugung von RĂŒckenschmerzen hat die Apotheken Rundschau.


Laufen kann RĂŒckenschmerzen lindern

Schmerzen im unteren RĂŒckenbereich beim Laufen sind ein ernstes Problem und sollten nicht ignoriert werden. Gleichzeitig darf man aber nicht vergessen, dass Laufen bei RĂŒckenschmerzen auch lindernd wirken kann.

Zum Beispiel gab in einer Umfrage unter 777 LĂ€ufer*innen mehr als die HĂ€lfte an, bereits RĂŒckenschmerzen gehabt zu haben. Von diesen LĂ€ufer*innen berichteten doppelt so viele von einer Verbesserung ihrer Schmerzen beim Laufen statt von einer Verschlechterung.


7 Wege, wie du RĂŒckenschmerzen beim Laufen vermeiden kannst

Vorbeugen ist natĂŒrlich besser als heilen. Deshalb haben wir sieben Möglichkeiten zur Vermeidung von RĂŒckenschmerzen beim Laufen – oder zur Verhinderung eines erneuten Auftretens – fĂŒr dich zusammengefasst:


1. Verbesserung deiner Laufhaltung

Die korrekte Lauftechnik ist fĂŒr ein angenehmes, schmerzfreies Training sehr wichtig. Sie hilft, die beim Laufen auftretenden KrĂ€fte gleichmĂ€ĂŸig auf den Körper zu verteilen, sodass keine einzelne Muskelgruppe ĂŒbermĂ€ĂŸig belastet wird. Dies sind einige Tipps, wie du beim Laufen eine gute Haltung einnehmen kannst, um RĂŒckenschmerzen zu reduzieren:

  • Halte deinen Kopf aufrecht und mittig zwischen deinen Schultern.
  • Achte auf einen geraden RĂŒcken.
  • Schau geradeaus nach vorne, nicht auf den Boden.
  • Entspanne deinen Kiefer und Nacken.
  • Halte deine Schultern entspannt und parallel zum Boden.
  • Mache keine ĂŒbermĂ€ĂŸig großen Schritte.

Noch mehr zum Thema: Detaillierte Informationen zur richtigen Laufform findest du in unserem Artikel.

2. StÀrkung der Core-Muskeln

Bei deinen Core-Muskeln handelt es sich um eine große Gruppe von Muskeln, die sich um die Körpermitte herum befinden. Sie sind in deinem Bauch, Becken, HĂŒften und unteren RĂŒcken angesiedelt. Eine starke Körpermitte bedeutet, dass deine WirbelsĂ€ule weniger Kraft aufwenden muss, um dich aufrecht zu halten. Diese Muskeln helfen auch dabei, Kraft zwischen deinem Ober- und Unterkörper zu ĂŒbertragen. Die StĂ€rkung deiner Core-Muskeln kann daher RĂŒckenschmerzen beim Laufen reduzieren.

Dies sind einige einfache Übungen zur StĂ€rkung der Core-Muskulatur:

  • Plank: Knie dich zunĂ€chst auf den Boden. Lege dann deine Unterarme auf den Boden, sodass sich deine Ellbogen direkt unter deinen Schultern befinden. Strecke nun deine Beine aus und hebe dich auf die Fußballen. Deine FĂŒĂŸe sollten hĂŒftbreit auseinander sein und dein Körper eine gerade Linie vom Hinterkopf bis zu den Fersen bilden. Spanne deinen Rumpf an und halte die Position 30 Sekunden lang. Ruhe dich kurz aus und wiederhole das Ganze noch zweimal.
  • BrĂŒcke: Lege dich mit angewinkelten Knien und hĂŒftbreit auf dem Boden stehenden FĂŒĂŸen auf den RĂŒcken. Hebe deine HĂŒften vom Boden ab, bis dein Körper vom oberen RĂŒcken bis zu den Knien eine gerade Linie bildet, wĂ€hrend deine Schultern und dein Nacken auf dem Boden bleiben. Halte diese Position einige Sekunden lang und lege deinen Po dann langsam wieder ab. Wiederhole die Bewegung 10 Mal.
  • Superman: Lege dich mit dem Gesicht nach unten und ausgestreckten Beinen auf den Boden, wobei du die Arme vor dir ausstreckst. Hebe deine Arme, deine Brust und deine Beine gleichzeitig so weit wie möglich vom Boden ab. Halte diese Position einige Sekunden lang und komme dann wieder zum Boden zurĂŒck. Wiederhole die Bewegung 5 Mal.

Baue diese Core-Übungen in dein regelmĂ€ĂŸiges Trainingsprogramm ein und fĂŒhre sie mindestens einmal pro Woche durch. Weitere Core-Übungen fĂŒr LĂ€ufer*innen findest du auf unserer US-Website.


3. Richtiges AufwÀrmen

Laut einer Umfrage unter 800 MarathonlĂ€ufer*innen war unzureichendes AufwĂ€rmen die Hauptursache fĂŒr RĂŒckenschmerzen beim Laufen. UnabhĂ€ngig von der zurĂŒckgelegten Strecke kannst du Verletzungen sehr wirksam vermeiden, indem du deinen Körper einige Minuten lang aufwĂ€rmst. AufwĂ€rmĂŒbungen regen die Durchblutung der Muskeln an, die du beim Laufen beanspruchst, und wĂ€rmen sie buchstĂ€blich auf – damit ist dein Körper besser auf die Belastung vorbereitet.

Es gibt viele verschiedene AufwĂ€rmĂŒbungen, die du vor dem Laufen machen kannst, zum Beispiel:

  • Schnelles Gehen
  • Strider/Intervallsprints
  • Lunges/Ausfallschritte
  • SternsprĂŒnge
  • Butt Kicks
  • High Knees

Mehr ĂŒber AufwĂ€rmĂŒbungen erfĂ€hrst du in unserem Leitfaden zum Thema.


4. Geeignetes Schuhwerk

Laufschuhe mit angemessener DĂ€mpfung und UnterstĂŒtzung absorbieren den Aufprall beim Auftreten. Dadurch wird beim Laufen weniger Kraft auf deinen unteren RĂŒcken ĂŒbertragen.

In einer Studie aus dem Jahr 2001 wurden 12 Proband*innen zuerst beim Barfußjoggen und dann beim Joggen in Schuhen mit unterschiedlichen DĂ€mpfungsgraden getestet. Die Forscher*innen stellten fest, dass die StoĂŸĂŒbertragung auf die WirbelsĂ€ule beim Barfußlaufen grĂ¶ĂŸer war. Gleichzeitig reagierten die Muskeln im unteren RĂŒckenbereich schneller, wenn Schuhe getragen wurden.

So war das Fazit der Forscher*innen: „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass einer der Vorteile von Laufschuhen und Einlagen die verbesserte zeitliche Synchronisation zwischen potenziell destabilisierenden externen KrĂ€ften und stabilisierenden internen KrĂ€ften um die LendenwirbelsĂ€ule herum ist.“


5. Schrittweise Erhöhung der Laufleistung und IntensitÀt

Es gibt zahlreiche Belege dafĂŒr, dass Überanstrengung das Verletzungsrisiko von LĂ€ufer*innen erhöht. So ergab beispielsweise eine Studie mit 202 LaufanfĂ€nger*innen, dass diejenigen, die ihre Laufdistanz innerhalb von zwei Wochen um mehr als 30 % erhöhten, hĂ€ufiger Verletzungen erlitten als diejenigen, die ihre Distanz um nur 10 % steigerten. Um beim Laufen das Risiko von RĂŒckenschmerzen zu verringern, solltest du einen Trainingsplan befolgen, der die Laufdistanz oder -intensitĂ€t nur allmĂ€hlich erhöht.


6. Cross-Training

Unter Cross-Training versteht man einfach jede „Art von Sport, die du anstelle von Laufen ausĂŒben kannst“, erklĂ€rt Lauftrainerin Laura Norris in ihrem Artikel fĂŒr ASICS Runkeeper. Dazu gehören viele Arten von aeroben AktivitĂ€ten wie Wandern, Radfahren, Training auf dem Crosstrainer, Schwimmen und vieles mehr.

Um Kreuzschmerzen zu vermeiden, ist Cross-Training sehr vorteilhaft. So kannst du weiterhin an deinem Cardio-Training und deiner Fitness arbeiten, ohne deinen unteren RĂŒcken den gleichen Belastungen auszusetzen wie beim normalen Laufen. Versuche, mindestens einmal pro Woche Cross-Training zu machen.


7. Höre auf deinen Körper

Wenn du beim Laufen Schmerzen im unteren RĂŒckenbereich bemerkst, solltest du auf die Signale deines Körpers achten. Leichte Beschwerden aufgrund von körperlicher ErmĂŒdung oder Muskelkater sind normal. Sie sollten jedoch von selbst wieder abklingen. Bei stechenden, anhaltenden Schmerzen oder Schmerzen, die auch nach ein paar Tagen Laufpause nicht nachlassen, solltest du dich ausruhen und einen Arzt aufsuchen. Wenn du mit einer Verletzung im unteren RĂŒckenbereich weiterlĂ€ufst, verschlimmert sich das Problem nur noch.

Laufen und Schmerzen im unteren RĂŒcken

Wie bei jeder anderen Sportart auch, kann Laufen das Verletzungsrisiko erhöhen oder bereits bestehende Probleme verschlimmern. Wenn du die Tipps in diesem Artikel befolgst, wie z. B. AufwĂ€rmen, eine allmĂ€hliche Steigerung der Laufdistanz und das Tragen von unterstĂŒtzenden Laufschuhen, kannst du das Risiko von RĂŒckenschmerzen beim Laufen verringern. So kannst du weiterhin alle körperlichen und mentalen Vorteile deines Sports genießen, ohne eine Auszeit nehmen zu mĂŒssen.