
Wie du dich vor dem Joggen am besten aufwÀrmst
January 4, 2026
Es kann leicht passieren, dass man vergisst, sich vor dem Laufen aufzuwĂ€rmen â vor allem, wenn man schnell loslegen möchte. Man kann jedoch gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist, dass du dir ein paar Minuten Zeit nimmst, deinen Körper richtig vorzubereiten. Das AufwĂ€rmen regt dein neuromuskulĂ€res System an und bereitet deine Muskeln und Gelenke auf die Belastungen des Sports vor.Â
Kleinere Verletzungen, Seitenstechen und eine schwache Performance können allesamt Symptome dafĂŒr sein, dass du deine Muskeln, Gelenke und dein Herzsystem vor dem Training nicht richtig aufgewĂ€rmt hast. Mit einer AufwĂ€rmroutine vor dem Laufen kannst du das Verletzungsrisiko reduzieren und SchĂ€den oder Beschwerden minimieren.Â
In diesem Leitfaden wird erklĂ€rt, wie man sich vor dem Laufen richtig aufwĂ€rmt, wie lange man sich aufwĂ€rmen sollte, welche Ăbungen man dabei machen sollte und welche Vorteile dies hat.Â
Warum sollte man sich vor dem Joggen aufwÀrmen?
UnabhÀngig von deinem Leistungsniveau bietet dir das AufwÀrmen vor dem Laufen eine Reihe von Vorteilen. Ein gutes AufwÀrmtraining vor dem Joggen hilft dir wie folgt:
Verringert das Verletzungsrisiko: Lockert Muskeln, Gelenke und Knochen, sodass sich dein Körper freier und sicherer bewegen kann. Studien zeigen, dass AufwÀrmen das Verletzungsrisiko deutlich senken kann.
Fördert die Durchblutung: UnterstĂŒtzt den Fluss von sauerstoffreichem Blut zu deinen Muskeln, wĂ€rmt sie buchstĂ€blich auf und bereitet sie optimal auf Bewegung vor.
Steigert Herzfrequenz und Atmung: Erhöht deine Körperkerntemperatur, hilft dir, deinen Rhythmus zu finden und ihn leichter beizubehalten.
Verbessert die Leistung: Steigert das Herzzeitvolumen, die Sauerstoffaufnahme und die Laufeffizienz, sodass dein Körper Energie effektiver nutzt.
Hilft dir, lÀnger zu laufen: Studien zeigen, dass dynamisches AufwÀrmen die Ausdauer wÀhrend des Trainings steigern kann.
Verbessert die mentale Konzentration: In die richtige Stimmung zu kommen, bevor du lĂ€ufst, kann einen grossen Unterschied machen â besonders bei WettkĂ€mpfen.
LÀsst das Laufen leichter erscheinen: Untersuchungen legen nahe, dass LÀufer, die sich aufwÀrmen, die Anstrengung als weniger intensiv empfinden und mehr Freude am Laufen haben.
Wie lange solltest du dich aufwĂ€rmen vor dem Joggen? Â
Beim AufwĂ€rmen gibt es keine vorgeschriebene Zeit, die eingehalten werden muss. In einer Studie wurden LĂ€uferinnen, die sich 10 Minuten lang aufwĂ€rmten, mit LĂ€ufern verglichen, die sich 20 Minuten lang aufwĂ€rmten. Dabei wurde kein nennenswerter Leistungsunterschied festgestellt. Wir sind alle unterschiedlich, und so hĂ€ngt die Art und Dauer des AufwĂ€rmens letztendlich davon ab, was fĂŒr dich gut funktioniert. Wenn du nicht viel Zeit hast, reichen vielleicht schon 5 Minuten AufwĂ€rmen. Solltest du jedoch Zeit haben, schadet es sicher nicht, sich noch ein wenig lĂ€nger aufzuwĂ€rmen. Â
Arten von AufwĂ€rmĂŒbungen vor dem Joggen: dynamisch oder statischÂ
Es gibt im Wesentlichen zwei Kategorien von AufwĂ€rmĂŒbungen fĂŒr das Laufen:
Dynamische AufwĂ€rmĂŒbungen vor dem Joggen: Wie der Name schon sagt, fĂŒhrst du dynamische Bewegungen aus, bei denen du deine GliedmaĂen und deinen Rumpf vor und zurĂŒck oder von einer Seite zur anderen bewegst.Â
Statische DehnĂŒbungen zum AufwĂ€rmen vor dem Joggen: Beim statischen AufwĂ€rmen hĂ€ltst du eine bestimmte Position fĂŒr eine festgelegte Zeit (normalerweise 15â20 Sekunden) Ziel ist hier, die MobilitĂ€t und FlexibilitĂ€t deiner Muskeln zu verbessern.Â
Lange Zeit herrschte die Meinung vor, dass statisches Dehnen beim AufwĂ€rmen nicht sinnvoll ist. Grund dafĂŒr waren Studien, die zeigten, dass langes statisches Dehnen vor dem Training zu Verletzungen fĂŒhren kann. Neuere Analysen deuten jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse falsch interpretiert wurden â viele der Studien bezogen sich auf sehr lange Dehnungssessions von bis zu 30 Minuten. Die meisten LĂ€ufer dehnen sich jedoch sehr viel kĂŒrzere Zeit, meist weniger als 30 Sekunden. Es schadet also wahrscheinlich nicht, ein paar kurze statische DehnĂŒbungen in ein AufwĂ€rmprogramm einzubauen, das auch dynamische Bewegungen umfasst.Â
Ganzkörper-AufwĂ€rmĂŒbungen vor dem Laufen
Bei den AufwĂ€rmĂŒbungen vor dem Laufen solltest du dich hauptsĂ€chlich auf dynamische Warm-ups konzentrieren. Du kannst aber auch ein paar statische DehnĂŒbungen einbauen, wenn du denkst, dass das fĂŒr dich hilfreich ist. Dies sind einige der besten dynamischen AufwĂ€rmĂŒbungen vor dem Laufen:
Ausfallschritt: Stelle dich hĂŒftbreit und mit geradem Oberkörper hin. Spanne deinen Rumpf an und mache mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorne. Senke deine HĂŒfte ab, bis sich beide Knie in einem 90-Grad-Winkel befinden. Strecke dein rechtes Knie dabei nicht weiter heraus als die Spitze deines rechten Schuhs. Kehre dann in die Ausgangsposition zurĂŒck und wiederhole die Ăbung auf der linken Seite.Â
Seitschritt/SeitwĂ€rts-Shuffle: Mache drei bis vier Meter weit Seitschritte nach rechts (oder so weit, wie es der Platz zulĂ€sst), und dann wieder zurĂŒck in die Mitte. Wiederhole die Schritte auf der linken Seite. Beginne langsam und steigere allmĂ€hlich die IntensitĂ€t, je mehr sich deine Muskeln aufzuwĂ€rmen beginnen.Â
RĂŒckwĂ€rtsjoggen: Laufe zehn Meter rĂŒckwĂ€rts und konzentriere dich dabei darauf, auf den Zehenspitzen zu bleiben und mit den Armen Schwung zu holen. Jogge dann zurĂŒck zum Ausgangspunkt und wiederhole die Ăbung. Â
GesĂ€Ăkick: Renne auf der Stelle und ziehe deine Fersen bis zum Po hoch. Halte deinen Körper gerade, deine Oberschenkel senkrecht zum Boden und schwinge deine Arme synchron zu deinen Beinen.Â
SternĂŒbung: Stelle dich gerade mit schulterbreit aufgestellten FĂŒĂen und nach vorne zeigenden Zehen hin. Halte deine Beine so gerade wie möglich und strecke die linke Hand quer ĂŒber deinen Körper nach unten zur rechten FuĂspitze. Kehre dann in die Ausgangsposition zurĂŒck und wiederhole die Ăbung auf der anderen Seite.Â
Frankenstein-Gang: Lockere deine hintere Oberschenkelmuskulatur, indem du mit geschlossenen Beinen aufrecht stehst und dann dein linkes Bein gerade vor dir ausstreckst. FĂŒhre dann deine rechte Hand nach vorne und berĂŒhre deine linken Zehen. Beuge dein linkes Bein nach unten und wiederhole die Ăbung dann auf der anderen Seite.Â
PogosprĂŒnge: Diese Ăbung ist ideal, um deine FĂŒĂe und Sprunggelenke auf die Belastung vorzubereiten. Dabei springst du einfach auf der Stelle auf und ab und drĂŒckst dich beim Absprung mit den Sprunggelenken nach oben.Â
A-SprĂŒnge: Diese dynamische EinlaufĂŒbung aktiviert alle deine Beinmuskeln. Dabei fĂŒhrst du dieselben Bewegungen aus wie beim Kniehebelauf, wobei jedoch nur der vordere Teil deines FuĂes den Boden berĂŒhrt. Dabei bewegst du dich vorwĂ€rts, indem du abwechselnd ein Bein nach oben und ein Bein nach unten bewegst.Â
Armkreisen: Du solltest vor dem Laufen nicht nur deine Beine aufwĂ€rmen. Mit dieser einfachen Ăbung kannst du deine Brust- und Deltamuskeln sowie deinen oberen RĂŒcken lockern. Stelle dich mit schulterbreiten Beinen hin und hebe deine Arme mit nach unten zeigenden HandflĂ€chen auf Schulterhöhe. Mach dann 30 Sekunden lang kleine Kreise mit deinen Armen und wechsel dann die Richtung.Â
Noch mehr Tipps findest du in unserem Guide zum Stretching fĂŒr LĂ€ufer.
Tipps zum AufwÀrmen vor einem Lauf
Die beste AufwĂ€rmĂŒbung fĂŒr einen Lauf hĂ€ngt von verschiedenen Faktoren ab, wobei die Distanz und deine Geschwindigkeit am wichtigsten sind. Hier einige Tipps zum AufwĂ€rmen vor einem Rennen:
Je kĂŒrzer die Distanz, desto intensiver das AufwĂ€rmen: Bei LangstreckenlĂ€ufen hat dein Körper mehr Zeit, sich im Laufe der Veranstaltung allmĂ€hlich aufzuwĂ€rmen. Bei kĂŒrzeren, schnelleren LĂ€ufen hast du diese Zeit aber nicht. Nimm dir also genĂŒgend Zeit, um dich grĂŒndlich aufzuwĂ€rmen, und fĂŒhre auch die oben beschriebenen dynamischen AufwĂ€rmĂŒbungen vor dem Laufen durch.Â
Baue auch leichtes Joggen ein, aber nicht zu viel: UnabhĂ€ngig von der Distanz, die du zurĂŒcklegen willst, ist es hilfreich, zum AufwĂ€rmen ein wenig locker zu joggen. NatĂŒrlich wirst du dich beim Rennen viel bewegen, aber laufe mindestens ein oder zwei Minuten lang mit niedriger Geschwindigkeit.Â
Das Timing ist wichtig: Plane dein AufwĂ€rmtraining so, dass du kurz vor dem eigentlichen Rennen fertig bist. Es hat wenig Sinn, sich grĂŒndlich aufzuwĂ€rmen und dann 20 Minuten abzukĂŒhlen, bevor der Startschuss fĂ€llt.Â
Gehen hilft immer: Nimm dir vor einem Rennen genĂŒgend Zeit, um Gehen in dein AufwĂ€rmprogramm einzubauen. Gehe nach Möglichkeit zu FuĂ zum Startbereich und laufe dort ein wenig auf und ab, um deinen Körper in Bewegung zu halten und aufzuwĂ€rmen.Â
Verwandtes Thema: So kĂŒhlst du dich nach einem Rennen ab
Wissenswertes zum AufwÀrmen vor dem Joggen
Es hat viele Vorteile, sich vor dem Laufen Zeit zum AufwĂ€rmen zu nehmen. Schon wenn du dir nur ein paar Minuten Zeit nimmst, um vor dem Laufen statische und dynamische AufwĂ€rmĂŒbungen zu machen, bist du viel besser auf dein Training vorbereitet, reduzierst das Verletzungsrisiko und bereitest deinen Körper auf die sportliche BetĂ€tigung vor.Â