Mobile Navigation

Die besten Übungen zur StĂ€rkung des Sprunggelenks fĂŒr LĂ€ufer

October 10, 2024

Laufen ist eine der sichersten, zugĂ€nglichsten und angenehmsten Bewegungsarten, die es gibt. Doch wie bei jeder anderen sportlichen BetĂ€tigung besteht auch beim Laufen immer ein Verletzungsrisiko – und unsere Knöchel, die beim Laufen besonders stark belastet werden, sind dabei besonders gefĂ€hrdet.

Laufen ist eine der sichersten, zugĂ€nglichsten und angenehmsten Bewegungsarten, die es gibt. Doch wie bei jeder anderen sportlichen BetĂ€tigung besteht auch beim Laufen immer ein Verletzungsrisiko – und unsere Knöchel, die beim Laufen besonders stark belastet werden, sind dabei besonders gefĂ€hrdet. Eine Umfrage ergab, dass ĂŒber 70 % der LangstreckenlĂ€ufer im vergangenen Jahr mindestens ein Problem mit ihrem Fuß oder Knöchel hatten. 

Die gute Nachricht ist, dass du das Risiko fĂŒr Probleme mit dem Sprunggelenk durch KraftĂŒbungen deutlich verringern kannst. KnöchelĂŒbungen stĂ€rken die Muskeln im Bereich dieses wichtigen Gelenks und erhöhen die Belastbarkeit, damit die Gefahr einer Überbeanspruchung geringer ist. 

Erfahre hier alles Wissenswerte rund um Übungen zur StĂ€rkung des Sprunggelenks fĂŒr LĂ€ufer, die Vorteile dieser Übungen und wie du sie in dein Training einbauen kannst. 

Ein kurzer Überblick ĂŒber die Biomechanik des Sprunggelenks bei LĂ€ufern

Bevor du mit den KnöchelĂŒbungen beginnst, solltest du ein grundlegendes VerstĂ€ndnis fĂŒr die Funktion deines Knöchels beim Laufen haben. 

Dein Knöchel ist das Gelenk, das deinen Unterschenkelknochen mit deinem Fuß verbindet. Er besteht aus 33 Knochengelenken sowie Knorpel, BĂ€ndern, Nerven und Blutzellen, und wird durch ein komplexes Netzwerk aus Dutzenden von Muskeln bewegt. Beim Laufen wirkt eine Kraft, die bis zum 13-fachen deines Körpergewichts betrĂ€gt, auf die Knochen, Muskeln und BĂ€nder deines Knöchels. 

Dein Knöchel bewegt sich hauptsÀchlich in vier Richtungen:

  • Nach unten und vom Körper weg (Plantarflexion)

  • Nach oben und zum Körper hin (Dorsalflexion)

  • Nach innen (Inversion) 

  • Nach außen (Eversion)

Beim Laufen spielt dein Knöchel eine wichtige Rolle in Bezug auf deinen Gang:

  • Deine Ferse kommt als erstes auf den Boden auf, und durch die Dorsalflexion zeigen deine Zehen dabei zu dir nach oben.

  • Dann beginnt die Plantarflexion, bei der dein Fuß abflacht.

  • Auch beim Abstoßen von den Zehen setzt sich die Plantarflexion fort, wobei die Zehen nun nach unten und weg von dir zeigen.

  • Wenn dein Fuß den Boden berĂŒhrt, kann es sein, dass dein Knöchel nach innen oder außen abkippt. Dadurch passt du dich an verschiedene OberflĂ€chen an. 

Warum verletzen sich Menschen beim Laufen am Knöchel?

Es gibt viele GrĂŒnde, warum sich Menschen beim Laufen am Knöchel verletzen. Laut einer Meta-Analyse, bei der verschiedene Studien ausgewertet wurden, sind dies einige der wichtigsten Ursachen:

  • Das Laufen lĂ€ngerer Strecken

  • Die Art der OberflĂ€che, auf der du lĂ€ufst

  • Problematisches Schuhwerk

  • Eine Vorgeschichte mit Laufverletzungen

  • Falsche Fußstellung, z. B. erhöhte Dorsalflexion oder Eversion

Mehr zu diesem Thema erfĂ€hrst du in unserem Artikel ĂŒber hĂ€ufige Laufverletzungen. 

Welche Vorteile haben starke Knöchel fĂŒr LĂ€ufer?

Übungen zur StĂ€rkung der Sprunggelenke bei LĂ€ufern haben viele Vorteile:

  • Geringeres Verletzungsrisiko: KrĂ€ftigere Sprunggelenke können dein Risiko fĂŒr eine Vielzahl von Verletzungen reduzieren, z. B. Schienbeinkantensyndrom (Shin Splints), Plantarfasziitis, Knieschmerzen, verstauchte Knöchel und vieles mehr. 

  • Mehr StabilitĂ€t, bessere Form: Durch krĂ€ftige Sprunggelenke sind deine FĂŒĂŸe stabiler und drehen sich daher nicht so leicht nach innen oder außen.

  • Schnellere Laufgeschwindigkeit: Bei krĂ€ftigeren Sprunggelenken sind die Muskeln in diesem Bereich straffer, so dass sie dich wie eine Sprungfeder vom Boden abstoßen können. Dadurch kannst du schneller laufen. 

Ein paar Worte zum Thema Gesundheit und Sicherheit

Die Übungen fĂŒr das Sprunggelenk, die wir hier aufgelistet haben, richten sich an gesunde LĂ€ufer, die dieses Gelenk trainieren möchten, um ihr Verletzungsrisiko zu reduzieren. Wenn du bereits eine Sprunggelenkverletzung hast, solltest du zunĂ€chst ruhen und einen Arzt aufsuchen, der dich ĂŒber Reha-Übungen fĂŒr dein Sprunggelenk informieren kann. Einige dieser Übungen zur StĂ€rkung des Sprunggelenks kannst du als Teil deiner Rehabilitation anwenden, andere sind jedoch bei Verletzungen nicht geeignet, also lass dich am besten von einem Profi beraten.

Verwandtes Thema:Wie du nach einer Verletzung wieder ins Lauftraining einsteigst

Die besten Übungen zur StĂ€rkung des Sprunggelenks

Indem du dir die Zeit nimmst, einige einfache Übungen zur StĂ€rkung des Sprunggelenks durchzufĂŒhren, kannst du dein Verletzungsrisiko senken. Wir haben einige einfache Übungen zur KrĂ€ftigung deiner Sprunggelenke zusammengestellt. 

1. Alphabet-FuĂŸĂŒbung

Die Alphabet-FuĂŸĂŒbung ist eine einfache Übung zur StĂ€rkung der Sprunggelenke, die du ĂŒberall durchfĂŒhren kannst. Sie stĂ€rkt die gesamte Sprunggelenkmuskulatur und verbessert die Bewegungskontrolle und Belastbarkeit. Und so geht's: 

  • Setze dich auf einen Stuhl, wobei ein Fuß auf dem Boden steht und der andere Fuß in der Luft ist. 

  • Stell dir vor, dass der große Zeh des Fußes in der Luft ein Bleistift ist. 

  • Zeichne nun mit dem Zeh die Buchstaben des Alphabets in die Luft. Du kannst die Bewegungen ruhig etwas ĂŒbertreiben. 

  • Am Anfang fĂŒhlt es sich noch leicht an, aber nach ein paar Buchstaben wirst du spĂŒren, wie deine Muskeln arbeiten mĂŒssen.

  • Nachdem du das ganze Alphabet „geschrieben“ hast, wechselst du zum anderen Fuß. 

2. Der TĂ€nzer

Der TĂ€nzer ist eine hervorragende Übung fĂŒr die Knöchel. Dabei werden deine Knöchelstabilisatoren, deine Wadenmuskeln und auch deine Oberschenkelmuskeln trainiert. Und so geht's:

  • Stell dich aufrecht und mit dem Blick nach vorne hin. 

  • Beuge ein Bein im Knie und hebe den Fuß hinter dir hoch. Halte deinen Fuß am Sprunggelenk fest. 

  • Konzentriere dich nun darauf, dein Gleichgewicht in dieser Position zu halten. Zu Beginn reichen 15 Sekunden aus, aber mit der Zeit kannst du die Dauer auch verlĂ€ngern. 

  • Wechsle dann die Beine. 

Der TĂ€nzer kann in vielen Variationen ausgefĂŒhrt werden:

  • Vorgebeugtes Knie: Bei dieser Variante hebst du dein Knie nicht nach hinten, sondern nach oben und nach vorne. 

  • Beinrotation: Diese Bewegung ist etwas aktiver. Ein Bein bleibt auf dem Boden, das andere hebst du nach vorne, schwingst es zur Seite, nach hinten und wieder nach vorne. 

3. Wadenheben (Calf-Raises)

Ein Calf-Raise eignet sich sehr gut, um die Sprunggelenke fĂŒr das Laufen zu stĂ€rken. Wie der Name schon sagt, trainiert diese Übung nicht nur die Waden, sondern auch andere Muskeln, die die Plantarflexion (das Absenken des Sprunggelenks) unterstĂŒtzen, sowie die Muskeln, die bei der Eversion (EinwĂ€rtsbewegung) des Sprunggelenks helfen. 

Und so geht's:

  • Wadenheben solltest du am besten barfuß machen, du kannst aber auch mit Turnschuhen trainieren. 

  • Stell dich aufrecht mit geradem Blick hin. 

  • Hebe deine Fersen langsam an, wĂ€hrend deine Knie gestreckt bleiben. 

  • Sobald du den höchsten Punkt erreicht hast, halte eine Sekunde inne und lass dich dann zu Boden sinken. 

  • Wiederhole diesen Vorgang mehrere Male. 

Es gibt verschiedene Variationen des Wadenhebens, die du ausprobieren kannst, darunter: 

  • Wadenheben mit Gewicht: Halte ein Gewicht vor deiner Brust und fĂŒhre dann die Calf Raises aus. Durch das Gewicht wird der Widerstand erhöht. 

  • Wadenheben auf einer Stufe: Stell dich mit den Fußballen auf eine Stufe, mit den Fersen vom Rand. Dadurch vergrĂ¶ĂŸert sich der Bewegungsumfang beim Wadenheben, d. h. deine Fersen können unter deinen Fußballen sinken, was die Schwierigkeit noch erhöht. 

4. Übungen fĂŒr die Beugung der Sprunggelenke mit WiderstandsbĂ€ndern

WiderstandsbĂ€nder sind ein wirklich nĂŒtzliches Tool fĂŒr Übungen zur StĂ€rkung der Sprunggelenke. Das Band kann auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden, um den vier natĂŒrlichen Bewegungen deines Sprunggelenks (wie oben beschrieben) einen zusĂ€tzlichen Widerstand entgegenzusetzen. So kannst du die Kraft aller Muskeln aufbauen, die an den einzelnen Bewegungen beteiligt sind. 

  • Plantarflexion mit Widerstandsband: Setze dich mit einem angewinkelten Knie auf den Boden, wĂ€hrend du das andere Bein vor dir ausstreckst. Schlinge das Widerstandsband um den ausgestreckten Fuß und halte die beiden Enden in je einer Hand, um das Band zu spannen. DrĂŒcke nun den vorderen Teil des Fußes weg, bleibe in dieser Position und entspanne den Fuß dann wieder. FĂŒhre mehrere Wiederholungen an jedem Fuß durch. 

  • Dorsalflexion mit Widerstandsband: Setze dich auf den Boden mit den Beinen vor dir. Befestige ein Ende des Widerstandsbandes an einer sicheren Stelle und schlinge das andere Ende ĂŒber den vorderen Teil eines Fußes. Bewege dich weit genug nach hinten, damit das Band gespannt ist. Neige dann deinen Fuß zu dir hin, bleibe in dieser Position und entspanne den Fuß dann wieder. 

  • Knöchelinversion mit Widerstandsband: Befestige das Band am Boden auf deiner rechten Seite und hake das andere Ende um den oberen Teil deines rechten Fußes. Lege dich auf den RĂŒcken und rolle den Fuß nach innen und oben, um deine Inversionsmuskeln zu trainieren.  Wechsle die Position, um den anderen Fuß zu trainieren. 

  • Knöcheleversion mit Widerstandsband: Befestige das Band am Boden auf deiner linken Seite und hake das andere Ende um den oberen Teil deines rechten Fußes. Lege dich auf den RĂŒcken und rolle den Fuß nach außen und oben, um deine Eversionsmuskeln zu trainieren. Wechsle die Position, um den anderen Fuß zu trainieren. 

5. Seitliche SprĂŒnge

Seitliche SprĂŒnge sind eine herausfordernde Übung zur Mobilisierung der Sprunggelenke, mit der du deine Kraft und dein Gleichgewicht verbessern kannst. Sie sind jedoch recht anstrengend, daher solltest du sie nicht machen, wenn du eine Knieverletzung oder ein schwaches Sprunggelenk hast. Und so geht's:

  • Mach die SprĂŒnge am besten in gedĂ€mpften Sportschuhen. 

  • Suche dir eine ebene FlĂ€che mit viel Platz um dich herum. 

  • Winkle ein Bein hinter dir an und stĂŒtze deine HĂ€nde in die HĂŒften. 

  • HĂŒpfe nun mit dem anderen Bein von links nach rechts. Achte darauf, kontrolliert und gleichmĂ€ĂŸig zu hĂŒpfen. 

  • Springe nicht zu weit auf eine Seite, denn das kann zu InstabilitĂ€t fĂŒhren. Ein Meter reicht völlig aus. 

  • Mache 20 SeitwĂ€rtshĂŒpfer auf dem einen Bein und wechsle dann zum anderen. 

Wenn dir das HĂŒpfen auf einem Bein zu unsicher ist, kannst du auch auf zwei Beinen von Seite zu Seite hĂŒpfen, um deine Muskeln zu trainieren. 

6. Duck Walk

Der Entengang ist eine großartige Übung zur StĂ€rkung der Sprunggelenke fĂŒr LĂ€ufer, da er viele verschiedene Beinmuskeln stĂ€rkt – auch deine Knöchel. Und so geht's:

  • Gehe in die Hocke und stelle deine FĂŒĂŸe etwa schulterbreit auseinander. 

  • Halte deinen RĂŒcken gerade und hebe deine Zehen oder Fersen nicht vom Boden ab. 

  • Nun „gehst“ du einfach nach vorne, wobei deine HĂŒfte auf der gleichen Höhe vom Boden bleibt, und bringst einen Fuß nach vorne, wobei deine FĂŒĂŸe flach auf dem Boden bleiben. 

Den Duck Walk kannst du in verschiedenen Varianten durchfĂŒhren, zum Beispiel:

  • Duck Walk rĂŒckwĂ€rts: FĂŒhre den Duck Walk auf einer sicheren, ebenen FlĂ€che rĂŒckwĂ€rts durch. 

  • Seitlicher Duck Walk: Auch hier gehst du in die Hocke, machst aber fĂŒnf Schritte nach rechts und dann wieder fĂŒnf Schritte nach links.

  • Duck Walk mit Gewicht: FĂŒr zusĂ€tzlichen Widerstand hĂ€ltst du ein angemessenes Gewicht dicht vor deiner Brust und machst dann den Entengang. 

7. Fersen-Zehen-Gang

Der Fersen-Zehen-Gang stÀrkt die Sprunggelenke und verbessert auch dein Gleichgewicht. Dabei werden alle Muskeln trainiert, die an der Bewegung deines Sprunggelenks beteiligt sind: Plantarflexion, Dorsalflexion, Inversion und Eversion. Und so geht's: 

  • Suche dir eine gerade Linie auf dem Boden, wie zum Beispiel die Seitenlinie auf einem Tennisplatz. 

  • Gehe nun in einer geraden Linie, wobei du die Ferse des vorderen Fußes so platzierst, dass sie bei jedem Schritt die vordere Zehe des hinteren Fußes berĂŒhrt. 

Übungen fĂŒr das Sprunggelenk als Bestandteil deines Lauftrainings

Wann und wie solltest du Übungen fĂŒr das Sprunggelenk in dein Lauftraining einbauen? Ein Vorteil von Übungen zur StĂ€rkung der Sprunggelenke ist, dass du nur wenig oder gar keine AusrĂŒstung brauchst und auch nicht viel Zeit investieren musst. 

Egal, auf welchem Niveau du lĂ€ufst, solltest du jede Woche mindestens eine Krafttrainingseinheit in deine Laufroutine einbauen. Die hier vorgestellten Übungen fĂŒr das Sprunggelenk lassen sich leicht in diese Trainingseinheit einbauen, sodass du schon bald die ersten Erfolge sehen wirst. Dabei kannst du auch WiderstandsbĂ€nder verwenden oder anspruchsvollere Übungen wie z. B. SeitwĂ€rtssprĂŒnge machen. 

Da viele Übungen zur StĂ€rkung des Sprunggelenks keine AusrĂŒstung erfordern und relativ schnell durchgefĂŒhrt werden können, kannst du sie auch in dein AufwĂ€rm- und AbkĂŒhlprogramm integrieren. So könntest du z. B. Wadenheben zum AufwĂ€rmen und den Fersen-Zehen-Gang zum AbkĂŒhlen machen. 

Schuhe und Schutz der Sprunggelenke

Beim Laufen werden deine Sprunggelenke mit dem bis zu 13-fachen deines Körpergewichts belastet. Kein Wunder also, dass diese Übung zu Verletzungen fĂŒhren kann. Deshalb ist das richtige Schuhwerk wichtig. Die Laufschuhe von ASICS verfĂŒgen ĂŒber eine Reihe von technischen Eigenschaften, die die ErschĂŒtterungen beim Laufen auf deine Sprunggelenke und andere Gelenke reduzieren:

Verwandtes Thema: Wie Laufschuhe deine Sprunggelenke und Knie schĂŒtzen können

Übungen zur StĂ€rkung des Sprunggelenks in das Training einbauen

Übungen zur StĂ€rkung der Sprunggelenke fĂŒr LĂ€ufer bieten viele Vorteile – von der Verringerung deines Verletzungsrisikos ĂŒber die Verbesserung deiner Laufform bis hin zu einer schnelleren Laufgeschwindigkeit. Außerdem lassen sie sich schnell und einfach durchfĂŒhren, und die Ergebnisse können beachtlich sein. Warum integrierst du also nicht ein paar Übungen fĂŒr das Sprunggelenk in dein Lauftraining?